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Ein Gemeinschaftsprojekt von Wildtier- und Artenschutzstation e.V. & aktion tier - menschen für tiere e.V., anerkannt und gefördert durch das Land Niedersachsen  
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Januar 2012
IGS Obernkirchen übernimmt Patenschaft für 2 Riesenschlangen
 
Während der Projekttage der IGS Obernkirchen im Jahr 2011 sammelte die Projektgruppe „Einfach die Welt verändern“ insgesamt 550 Euro. Die Schüler des damaligen 5. Jahrganges nutzten sogar ihre Freizeit, um Spenden zu sammeln. Im Projektzeitraum hatten die Schüler die Wildtierstation besucht, um sich über die Arbeit eingehend zu informieren.
Nun kamen am Montag, den 16. Januar drei Schüler als Vertreter des Projektes mit ihren Lehrerinnen Frau Nina Mohrmann und Frau Dörte Korn, um den Scheck zu übergeben. Mit der Spende übernimmt die Projektgruppe die Patenschaft für zwei Riesenschlangen, die sich in der Station befinden. „Wir freuen uns sehr über diese Spende! Eine tolle Idee die hoffentlich viele Nachahmer findet“ bedankt sich Stationsleiter Florian Brandes.
Dann konnten die Schüler auch direkt einen Blick auf ihre Patentiere werfen. Um auch einmal eine Schlange anzufassen, holte Dr. Brandes eine Königspython aus dem Terrarium. Nach anfänglichem Zögern zeigten die drei Jungen großes Interesse an der Schlange und nahmen sie sogar auf die Hand. „Die ist ja gar nicht glitschig“, so die Aussage eines Schülers.
Die Tierpaten erhielten eine Urkunde mit einem Bild ihrer Schützlinge. Außerdem wird die Projektgruppe zu den Patentagen eingeladen, um bei einer exklusiven Führung den Mitarbeitern der Wildtierstation über die Schulter zu schauen und alles über ihr Patentier und die vielen anderen Pflegegäste zu erfahren.



Maximilian Müller, Marvin Brill, Leon Kräft und Dr. Florian Brandes
Januar 2012
Aktion Tier überreicht Spendenscheck
 
Wenige Tage vor Weihnachten erhielt die Wildtierstation Besuch von einem Pinguin. Das Maskottchen der Tierschutzorganisation „aktion tier – menschen für tiere e.V.“ überreichte einen Spendenscheck über 36.000 Euro.

Seit 2004 wird die Wildtierstation als Projektpartner von „aktion tier“ mit einem monatlichen Betriebskostenzuschuss unterstützt. Der Scheck ist als Förderung für das erste Halbjahr 2012 gedacht. In diesem Jahr wurde der Förderbetrag erhöht, denn seit August finanziert „aktion tier“ nun auch eine zusätzliche Ausbildungsstelle im Beruf des Zootierpflegers in der Wildtierstation.



(v.r.) Florian Brandes, Sylvia Cölle und Bianca Ebeler mit Muli „Sancho“ und Zwergesel „Peppi“.

Dezember 2011
Unerwarteter Nachwuchs in der Wildtierstation

 
Am Nikolaustag erwartete Leonard Georg, Absolvent des Freiwilligen Ökologischen Jahres in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, eine besondere Überraschung. Das Weibchen des in seiner Obhut lebenden Paares der Blauen Thaiskorpione hatte über Nacht Nachwuchs bekommen. Wie viele es genau sind lässt sich noch gar nicht sagen, da die weißen Winzlinge noch sicher behütet von der Mutter auf dem Rücken herumgetragen werden.

Die beiden Elterntiere waren von den Behörden beschlagnahmt und in der Wildtierstation eingestellt worden. Die Artzugehörigkeit der beiden Skorpione war zu dem Zeitpunkt unklar. Georg, der sich bereits seit längerem intensiv mit Spinnentieren beschäftigt, konnte sie als Blaue Thaiskorpione (Heterometrus spinifer) identifizieren und übernahm auch die Pflege der beiden Tiere. Diese gehören zu den größten Skorpionen, können bis zu 15 cm lang und mehrere Jahre alt werden.
Sie stammen aus Südostasien und leben hauptsächlich in feuchten Wäldern, wo sie tiefe Wohnröhren graben und nur nachts auf Jagd gehen. Ihr Gift ist für den Menschen ungefährlich. Ihre Beute, hauptsächlich Schaben und andere Insekten, packen sie mit ihren starken Scheren und zerdrücken sie. Nach einer Tragzeit von 12-14 Monaten bringt ein Weibchen ca. 10-20 Jungtiere zur Welt, die bis zur ersten Häutung und einige Tage darüber hinaus auf dem sicheren Rücken der Mutter sitzen bleiben.




Das Weibchen des Blauen Thaiskorpions trägt seine Jungtiere in den ersten Tagen auf dem Rücken herum.


Dezember 2011
Lurch des Jahres 2012 – die Erdkröte

 
Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat die Erdkröte (Bufo bufo) zum Lurch des Jahres 2012 erklärt. Die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen plant Aktionstage und ein Schaubecken, um über die Art zu informieren und Hinweise zu ihrem Schutz zu geben.

Schon seit Jahren setzt sich die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen für den Schutz von Amphibien ein. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Naturschutz (NLWKN) hält und vermehrt die Wildtierstation die in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke zur Stützung der Population im Kiesabbaugebiet Ballertasche bei Hannoversch-Münden. Gemeinsam mit dem NABU-Sachsenhagen betreuen die Mitarbeiter der Wildtierstation einen Krötenzaun im Bereich Sachsenhagen. Insgesamt 535 Amphibien konnten im März und April diesen Jahres sicher über die Straße geleitet werden. Darunter auch 426 Erdkröten, deren Bestand in unserer Region noch gesichert ist. Dass die Erdkröte zum Lurch des Jahres 2012 gewählt wurde, nehmen die Mitarbeiter der Wildtierstation zum Anlass, sich im kommenden Jahr verstärkt für ihren Schutz einzusetzen und darüber zu informieren, was man auch im privaten Bereich dazu tun kann.



Die Erdkröte geht nur zur Fortpflanzung ins Wassser. Die meiste Zeit des Jahres verbringt sie an Land.

Hintergrundinformation der DGHT:
Die Erdkröte (Bufo bufo) steht wie keine zweite Amphibienart für den Naturschutz an Straßen in Deutschland. In unserer vom Automobil geprägten Kulturlandschaft ist der Lurch des Jahres 2012 geradezu Sinnbild für die Konflikte zwischen Straßenverkehr und einheimischer Tierwelt. Hunderttausende an ihre Laichgewässer wandernde Erdkröten sterben jedes Jahr im Frühjahr den Verkehrstod – ganz zu schweigen von den Abermillionen winziger Jungtiere, die im Sommer ihre Geburtsgewässer verlassen und oft schon nach wenigen Metern ihr jähes Ende zwischen Reifenprofilen finden. Umso erstaunlicher, dass die Erdkröte noch immer zu unseren häufigsten Amphibienarten zählt und fast flächendeckend verbreitet ist.
Dennoch ist ein rückläufiger Bestandstrend auch bei dieser insgesamt noch wenig gefährdeten Art erkennbar. Jahr für Jahr betreuen daher ehrenamtliche Naturschützer Krötenzäune und Eimerfallen, mancherorts werden Straßen gesperrt oder dauerhafte Leiteinrichtungen und Krötentunnel errichtet. Von solchen Schutzmaßnahmen profitieren auch andere einheimische Arten.
Die bräunlich graue, 8–12 cm lange Erdkröte besitzt eine warzige, trockene Haut und große, paarige Ohrdrüsen. Ihre Schönheit erschließt sich manchem erst durch den Blick in ihr leuchtend „güldenes“ Auge. Erdkröten bewohnen vor allem Laub- und Mischwälder, aber auch Parklandschaften und Gärten, wo sie in Erdhöhlen, Baumstümpfen und Komposthaufen überwintern. Nach der Winterruhe von Oktober bis März wandern die Tiere im zeitigen Frühjahr bei Regen und Temperaturen von 5–10 °C oft in großer Zahl gemeinsam zum Laichgewässer. In Fischteichen, Weihern und Seen legen die Paare innerhalb weniger Tage lange, aus 2.000–4.000 Eiern bestehende Laichschnüre ab, kurz darauf wandern sie in die Sommerlebensräume. Tausende von schwarzen Kaulquappen bilden oft große Schwärme in den Gewässern, die im Juni und Juli als junge Kröten an Land gehen. Erdkröten fressen Regenwürmer, Tausendfüßer, Käfer, Spinnen, Schnecken und sind daher nützliche Schädlingsvertilger im eigenen Garten.

Diese Aktion der DGHT und ihrer AG Feldherpetologie und Artenschutz wird fachlich unterstützt von den österreichischen und schweizerischen Fachverbänden ÖGH und KARCH sowie vom NABU. Weitere Informationen entnehmen Sie der beigefügten Aktionsbroschüre oder dem Internet unter: http://www.dght.de.


August 2011
Gute Laune beim Sommerfest in der Wildtierstation

 
Zehn Jahre ist die Wildtier- und Artenschutzstation nun schon auf dem Stationsgelände im Sachsenhäger Stadtwald zu Hause. Dieser Anlass wurde auch von Josef Kalkusch, Pastor der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sachsenhagen, im Rahmen eines Freiluftgottesdienstes gewürdigt. Unter dem Motto „Tierisch gut“ standen der Wert und die Würde der Tiere im Mittelpunkt der Predigt. Der Posaunenchor „Sachsenhagenburg“ sorgte für musikalische Begleitung.


Josef Kalkusch, Pastor der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sachsenhagen, eröffnete das Sommerfest mit einem Gotttesdienst.

Anschließend konnten die Besucher, das Gelände der Wildtierstation erkunden. Viele Kinder begaben sich auf eine spannende Rallye durch den Naturlehrpfad und hatten einige kniffelige Fragen rund um das Thema Natur zu lösen. Auf die Gewinner warten tolle Preise. Bei den Sielmanns Natur-Rangern wurden bunte Spinnentiere gebastelt, die bald überall auf dem Stationsgelände „herumkrabbelten“.
Die Infostände vom NABU Sachsenhagen, dem Hauptzollamt und den Zoofreunden Hannover boten den Gästen viel Wissenswertes. Am Infomobil der Jägerschaft Schaumburg konnten sich die Besucher anhand von Tierpräparaten ein anschauliches Bild von der heimischen Tierwelt machen. Das ausgestopfte Wildschwein war einigen vierbeinigen Gästen etwas zu lebensecht und wurde des Öfteren irritiert angeknurrt.

Das Sommerfest stand unter dem Motto „Renovierung von S1“. Station 1 ist einer der beiden Intensiv-Pflegeräume der Wildtierstation. Dort werden alle Tiere untergebracht, die besonders intensiver Pflege durch die Mitarbeiter bedürfen. „Ein wenig verschrumpelt sehen die ja aus“, meinte ein Teilnehmer der Führung, der in S1 bei der Fütterung der verwaisten Igelbabies zusehen durfte. Aber auch kleine Eichhörnchen und Siebenschläfer sind derzeit in „S1“ untergebracht. Die Einnahmen und Spenden des Sommerfestes sollen für die Verbesserung der Ausstattung verwendet werden.
August 2011
Kinderrat der Regenbogenschule Stolzenau sammelt für Wildtiere

 
Im Juli feierte die Regenbogenschule Stolzenau zehnjähriges Bestehen. Im Rahmen des Schulfestes sammelten die Mitglieder des Kinderrates - das sind die Klassensprecher aus allen Klassen - Spenden für die Arbeit der Wildtierstation.
Der gesammelte Betrag wurde anschließend von der Schule großzügig aufgerundet. So konnte das Lehrerkollegium bei einem Stationsbesuch den Gesamtbetrag von 200 Euro überreichen, der den Wildtieren zugute kommen soll.

Auf diesem Wege ein herzliches DANKESCHÖN!  



Der Kinderrat der Regenbogenschule Stolzenau sammelte Spenden für die Wildtierstation...





... und Kirsten Irmer-Redlin überreichte im Beisein des Lehrerkollegiums den Spenden-Umschlag an Sylvia Cölle.




August 2011
Sommerfest startet mit Gottesdienst

 
In der Wildtierstation wird am Sonntag, 28. August, Sommerfest gefeiert. Das Fest beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst unter dem Thema „Tierisch gut“. Die Würde und der Wert des Tieres stehen im Mittelpunkt der Predigt, die Pastor Josef Kalkusch von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sachsenhagen halten wird. Dabei geht es vor allem auch um die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung. Im Gottesdienst wirken Mitarbeitende der Wildtierstation, Gemeindemitglieder und der Posaunenchor „Sachsenhagenburg“ mit.

Im Verlauf des Sommerfestes haben Besucher die Gelegenheit, sich bei den Führungen auf dem 20 ha großen Betriebsgelände über die Arbeit der Wildtierstation und die Pflegegäste in den zahlreichen Volieren und Gehegen zu informieren. „Mit Hilfe der Besucherspenden des letzten Sommerfestes waren wir in der Lage, den Bau einer winterfesten Unterkunft für kranke Papageien in Angriff zu nehmen“, erläutert Sylvia Cölle, kfm. Geschäftsführerin der Station. „Die Besucher können sich vor Ort einen Eindruck von den Baufortschritten verschaffen.“

Auch in diesem Jahr dienen die Einnahmen und Spenden des Sommerfestes einem besonderen Zweck: Sie sollen dazu beitragen, dringende Renovierungsarbeiten im Intensiv-Pflegebereich „Station 1“ – kurz „S1“ genannt – durchzuführen.

Das Team der Wildtierstation hat ein buntes Programm vorbereitet. Viele Kooperationspartner und befreundete Vereine haben ihre Teilnahme zugesagt. Für die Kinder gibt es Spiel und Spaß, Stockbrot am Lagerfeuer und Nistkastenbau.



Mit den Besucherspenden des letzten Sommerfestes konnte mit dem Bau einer Unterkunft für kranke Papageien begonnen werden.

August 2011
Wollhandkrabbe verirrt sich in Bückeburger Fußgängerzone

 
Peter Walter staunte nicht schlecht, als ihm beim Spaziergang mit seiner Tochter in der Bückeburger Fußgängerzone eine große Krabbe über den Weg lief, wie man sie sonst eher aus dem Urlaub am Meer kennt.

Besorgt um das Wohlergehen des Tieres, brachte er sie in die Wildtierstation, wo sie zunächst Unterkunft in einem großen Aquarium fand. Recherchen ergaben, dass es sich um eine Chinesische Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) handelt. Die Ankunft dieser ursprünglich im Osten Chinas beheimateten Art in unseren Gewässern hat sich in Anglerkreisen bereits herumgesprochen. In der übrigen Bevölkerung ist die Problematik um diesen Neubürger, ein sogenanntes Neozoon, weitgehend unbekannt.

In Europa wurden Wollhandkrabben Anfang des 20. Jahrhunderts vermutlich als Larven mit dem Ballastwasser von Handelsschiffen eingeschleppt. Inzwischen verbreiten sie sich in Schüben invasionsartig in Norddeutschland. Sie besiedeln größere Flussläufe und haben den Landkreis Schaumburg vermutlich über den Mittellandkanal erreicht. Der Namen kommt von dem dichten „Haarpelz“, den insbesondere die männlichen Tiere an den Scheren tragen.

Die Wollhandkrabbe stellt eine Bedrohung für die europäische Fließgewässerfauna dar, weil sie hier kaum natürliche Feinde hat und sich ungehemmt vermehren kann. Als Allesfresser tritt sie mit anderen Wasserbewohnern in Nahrungskonkurrenz. Uferbauten und Dämme werden durch das massenhafte Graben von Hohlgängen in Mitleidenschaft gezogen und können einstürzen, Drainagen können verstopfen. Auch unter Anglern und Fischern sind Wollhandkrabben unbeliebt: Beim Angeln mit Köderfisch am Grund knabbern die Tiere binnen kurzer Zeit den Köder vom Haken, ohne dass der Angler dies bemerkt. Außerdem durchtrennen sie mit ihren Scheren die Schnur, um den Köder zu erhalten. Bei der Reusenfischerei greifen sie gefangene Fische an und fressen diese; außerdem sollen sie schon manches Netz zerschnitten haben. Auf ihren Wanderungen gelangen Wollhandkrabben auch in Fischteiche, wo sie eine Bedrohung für Zuchtfische darstellen.

Wenigstens einen praktischen Nutzen könnte die Art, die man wohl durch keine wirksame Maßnahme mehr aus unserer Natur entfernen kann, auch bei uns in Zukunft erhalten: In der chinesischen Küche sind Wollhandkrabben eine begehrte Delikatesse!


Die Spannweite der Beine einer Wollhandkrabbe kann bis zu 30 cm betragen.

Juli 2011
Drei Ehemalige helfen in der Hochsaison

 
Dem spontanen Einsatz von drei "Ehemaligen" ist es zu verdanken, dass die Mitarbeiter der Wildtierstation den Monat Juli - den arbeitsreichsten Monat des Jahres - gut bewältigen können.

Christoph Sixt (ehem. FÖJ-Teilnehmer) und Jannis Göttling (ehem. Zivildienstleistender) studieren inzwischen Veterinärmedizin und haben für die Semesterferien kurzerhand ihre Hilfe bei der Jungtieraufzucht zugesagt. Auch Malte Tschertner war bereits als Praktikant im Stationsbetrieb tätig. "Wir sind sehr froh über diese Hilfe. Die Drei kennen sich bestens aus und benötigen keine lange Einarbeitungszeit", sagt Stationsleiter Florian Brandes. Bisher wurden allein in diesem Monat knapp 200 Tiere aufgenommen. Der Höchstwert aus den Vorjahren mit 400 Tieren im Monat Juli wird wohl nicht erreicht werden.



Drei "Ehemalige" unterstützen die Mitarbeiter im Juli (v.l.):
Christoph Sixt, Malte Tschertner und Jannis Göttling
An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön
für diese wertvolle Hilfe!! 



Juni 2011
Jahreshauptversammlung in der Wildtierstation

 
Es hat bereits Tradition, dass sich Mitglieder und Freunde der Wildtierstation vor dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung auf dem Stationsgelände einfinden, um sich dort bei einem Rundgang über die neuesten Entwicklungen im Stationsbetrieb zu informieren.

Dieses Mal fiel der Rundgang aufgrund heftiger Regenfälle etwas kürzer aus. Zunächst wurde die neue - durch Spenden finanzierte - Singvogelvoliere in Augenschein genommen. Hier machen die handaufgezogenen Jungvögel bereits erste Flugversuche.
Bei den Artenschutzprojekten gibt es Nachwuchs: Insgesamt 22 junge Nerze wurden in der Wildtierstation geboren. In Kooperation mit der ÖSSM e.V. und dem Verein „Euro-Nerz“ sollen die vom Aussterben bedrohten Tiere am Steinhuder Meer angesiedelt werden.
Die in Niedersachsen stark bedrohten Gelbbauchunken haben ebenfalls für Nachwuchs gesorgt. „Wie viel Kaulquappen sich insgesamt in den Nachzuchtbecken tummeln, konnte ich bisher noch nicht feststellen“, berichtet Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Die Jungtiere werden im Kiesabbaugebiet Ballertasche bei Hannoversch-Münden ausgewildert, um den Bestandsrückgang der dort ansässigen Population zu stoppen.

In der anschließenden Versammlung im Gasthaus Gerland stellte Brandes den Stationsbericht des vergangenen Jahres vor. Insgesamt wurden 2074 Tiere in der Wildtierstation aufgenommen, ein neuer Rekord, der die Mitarbeiter der Wildtierstation besonders in den Sommermonaten sehr in Anspruch nahm, so dass ein zeitweiliger Aufnahmestopp verhängt werden musste. „Der Wegfall des Zivildienstes in diesem Jahr bereitet uns im Hinblick auf die Personaldecke besonders während der Jungtierzeit einige Sorgen“, berichtete Sylvia Cölle, kaufmännische Geschäftsführerin der Wildtierstation.

Bei den Vorstandsneuwahlen wurden Uwe Wolters, Florian Brandes, Sylvia Cölle und Jürgen Krawehl in ihren Ämtern bestätigt. Als neuer zweiter Vorsitzender ergänzt Roland Peters die Mannschaft. Klaus Otten stand für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung. Ihm galt der herzliche Dank der Vorstandskollegen für die geleistete Arbeit.



Der Vereinsvorstand (v.l.): Stationsleiter Dr. Florian Brandes, Vorsitzender Uwe Wolters, stellvertr. Vorsitzender Roland Peters, kfm. Geschäftsführerin Sylvia Cölle, Schriftführer Jürgen Krawehl.


Juni 2011
Und tschüss...
Der letzte "Zivi" verlässt die Wildtierstation

 
In der Wildtierstation schließt sich heute das Tor hinter dem letzten Zivildienstleistenden. Manuel Hagemann hat seine Taschen bereits gepackt, er verlässt nach sechs Monaten Dienst die Auffangstation.

„Der Zivi ist eine aussterbende Art.“, erklärt Sylvia Cölle mit einem Augenzwinkern. Doch ein bisschen Wehmut schwingt bei diesen Worten der kfm. Geschäftsführerin mit, immerhin haben in den vergangenen Jahren insgesamt 20 Zivildienstleistende ihren Dienst in der Wildtierstation geleistet und waren eine wertvolle Hilfe bei der täglichen Arbeit. Doch bereits die Verkürzung der Dienstzeit von neun auf sechs Monate bedeutete einen erheblichen Einschnitt. Der schnelle Wechsel der Mitarbeiter bei gleichbleibenden Einarbeitungszeiten verringerte den Nutzen des Zivildienstes für das Team der Wildtierstation.

Künftig soll der neu geschaffene Bundesfreiwilligendienst die entstandene Lücke schließen. Die Wildtierstation ist als Einsatzstelle registriert, erste Bewerbungen liegen bereits vor. Der Start ist für August/September geplant.


Manuel Hagemann verlässt als letzter Zivildienstleistender die Wildtierstation.


Juni 2011
Erfolgreiche Vermittlung von vier Brillenkaimanen

 
Lange Zeit warteten sie vergeblich auf einen Platz im Zoo und wuchsen der Wildtierstation buchstäblich über den Kopf. Die Rede ist von vier Brillenkaimanen, von denen drei bereits seit sechs Jahren in der Wildtierstation lebten. Der Platz für solch großwüchsige Reptilien ist jedoch begrenzt und so entsprach die Haltung am Ende auch nicht mehr den Mindestanforderungen für diese Tierart. 

Deswegen sind die Mitarbeiter der Wildtierstation froh, dass in diesem Frühjahr alle vier Kaimane in gute und dauerhafte Haltungen vermittelt werden konnten. Bereits im April konnten zwei Kaimane an den Aquazoo in Düsseldorf abgegeben werden, jetzt brachte Stationsleiter Dr. Florian Brandes die letzten beiden Tiere persönlich nach Ulm in das Tropenhaus des dortigen Tiergartens. Hier bewohnen sie jetzt, zusammen mit der etwa 50 Jahre alten Kaimandame Tamy und einer – ebenfalls aus der Wildtierstation stammenden – Schnappschildkröte ein großzügiges Gehege, in dem sie zu ihrer vollen Größe heranwachsen können. 

Wir danken beiden Einrichtungen für die Übernahme der Tiere, denen es dort sichtlich gut geht!


Tierpfleger Danny Dirscherl vom Ulmer Tiergarten beim Auspacken der Kaimane. Zur Sicherheit wurde dem Tier die Schnauze während des Transportes zugeklebt.





Noch etwas mißtrauisch beäugen die beiden Brillenkaimane das für sie ungewohnt große Gehege.




Juni 2011
Kindersegen in der Wildtierstation
Erfolgreiche Nachzucht von Europäischen Nerzen für das Wiederansiedlungsprojekt am Steinhuder Meer

Seit dem vergangenen Jahr nimmt die Wildtierstation an einem Wiederansiedlungsprojekt für den Europäischen Nerz am Steinhuder Meer teil.

Während zunächst lediglich das Schaugehege in der Wildtierstation zur Verfügung stand, wurde in diesem Jahr auch die neu geschaffene Zuchtanlage voll besetzt. Vier gedeckte Fähen stellte der Projektpartner EuroNerz e.V. bereit, zwei weitere Fähen wurden durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm in der Wildtierstation eingestellt und verpaart.

Nach einer Tragzeit von 42 Tagen haben bereits fünf Fähen geworfen. Bei einer Kontrolle der Nestboxen zählten die Mitarbeiter 22 quietschfidele Nerzwelpen, die zunächst die Prozedur des Wiegens über sich ergehen lassen mussten.

Doch erst im Juli werden die Jungtiere zum ersten Mal die schützende Nestbox verlassen und dann auch im Schaugehege für die Besucher der Wildtierstation zu beobachten sein.

Wenn die Jungnerze selbstständig geworden sind, sollen sie im Spätsommer unter Kontrolle der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer im Zielgebiet rund um das Steinhuder Meer freigelassen werden.



Nerzwelpen im Alter von vier Wochen.
 
 



Juni 2011
Zusätzlicher Ausbildungsplatz in der Wildtierstation
Projektpartner "aktion tier" bewilligt Lohnkostenzuschuss

Aufatmen in der Wildtierstation: Durch die Förderzusage des Projektpartners „aktion tier – menschen für Tiere e.V.“ wird es möglich, einen weiteren Ausbildungsplatz einzurichten. Die großzügige Spende einer privaten Förderin wird die letzte Finanzierungslücke in Höhe von 5.000 Euro schließen.

In den vergangenen Monaten hatte die Geschäftsführung der Wildtierstation mit Sorge der künftigen Personalsituation im Hinblick auf den Fortfall des Zivildienstes entgegen gesehen. Aufgrund knapper Finanzmittel war der Handlungsspielraum begrenzt, die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter nicht möglich.

Gerade in der Jungtierzeit werden die Mitarbeiter der Wildtierstation jedes Jahr vor besonders hohe Anforderungen gestellt. Allein im Monat Juli werden dann mehr als 400 Tiere eingeliefert. Im vergangenen Jahr führte die lang andauernde Hitze zu einer Überbelegung der Jungtieraufzucht, der die Mitarbeiter nicht mehr gewachsen waren – es musste sogar ein zeitweiliger Aufnahmestopp ausgesprochen werden. Verständlich, dass der Fortfall von zwei Zivildienstleistenden mitten in der Hochsaison Anlass zu großer Besorgnis war. „Wir werden künftig um Einschränkungen bei der Aufnahme von Fundtieren nicht herumkommen, denn die Zivis haben insbesondere die Versorgung von Jungtieren in der Nacht sichergestellt.“, bedauert Stationsleiter Dr. Florian Brandes. „Doch die Bereitstellung eines zusätzlichen Ausbildungsplatzes bringt erhebliche Entlastung und gibt uns im Personalbereich über einen längeren Zeitraum Planungssicherheit. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns ganz besonders über die Förderzusage von aktion tier und die großzügige Privatspende!“



Die beiden Auszubildenden Katharina Pelkmann und Christopher Gade bei den Vorbereitungen für die Papageienfütterung.
 
 



Juni 2011
Tierpaten erleben exklusive Stationsführung 

Mehr als fünfzig Tierpaten waren der Einladung zum „Patentag“ in die Wildtierstation gefolgt. Bei strahlendem Sonnenschein erlebten sie eine exklusive Stationsführung, bei der die Mitarbeiter Einblicke in ihre Arbeit gaben und einiges über die aktuellen Pflegegäste zu berichten wussten.
Nur bei wenigen Anlässen besteht für Besucher die Möglichkeit, sich auf dem gesamten 20 ha großen Gelände zu bewegen und einmal hinter die Kulissen zu schauen. So sind bei den Patentagen insbesondere die Führungen im Außenbereich bei den Bunkern sehr beliebt. Doch auch der Naturlehrpfad und die Exotenräume innerhalb des Stationsgebäudes wurden in Augenschein genommen.


An der Fledermausvoliere gewährt Biologe Wolfgang Nülle den Besuchern einen vorsichtigen Blick in den Schlafplatz der Fledermäuse.
 
In den Volieren waren Mäusebussarde, Uhus und eine seltene Rohrweihe zu sehen. Die beiden Dingos kamen zögerlich aus ihrem Bunker und zeigten sich den Besuchern. Maultier Sancho ist immer noch etwas argwöhnisch und wollte sich nicht von seiner „Patentante“ kraulen lassen. Die Mitarbeiter arbeiten fast rund um die Uhr und haben mit der Jungtieraufzucht alle Hände voll zu tun. Drei junge Waldkäuze, zwei Eichhörnchen und etliche Singvögel konnten bereits aus der Kinderstube in größere Gehege umziehen und werden dort auf ihre Auswilderung vorbereitet. In dem neuen Schau- und Aufzuchtgehege für Europäische Nerze wird in den nächsten Tagen Nachwuchs erwartet. 


Dipl.-Biologe Wolfgang Nülle erläutert den Tierpaten das Modell einer Nisthilfe für Steinkäuze.
 

Nach dem Stationsrundgang gab es bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Gedankenaustausch. „Die große Familie der Tierpaten wächst beständig“, freute sich die kfm. Geschäftsführerin Sylvia Cölle. „Man kennt sich schon - einige Gäste sind bereits mehrfache Tierpaten und bei jedem Treffen dabei.“


Mai 2011
Drachen und andere Saurier frei in Hannover 

Gleich zwei ungewöhnliche große Reptilien wurden in der vergangenen Woche in Hannover aufgefunden und in die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen eingeliefert.

Zuerst war es eine Schnappschildkröte, die bei den Ricklinger Teichen einen Radfahrer ausbremste, als sie vor ihm den Weg überqueren wollte. Der Feuerwehr gelang es, das Tier mit Hilfe eines Keschers einzufangen. In der Wildtierstation hat sie nun neben drei weiteren Artgenossen einen Platz gefunden. Mit ihnen kann sie allerdings nicht das Wasserbecken teilen, denn Schnappschildkröten sind untereinander unverträglich. Bei der Eingangsuntersuchung konnte Stationsleiter Dr. Florian Brandes anhand der Wachstumsringe auf dem Panzer das Alter der Schildkröte auf mindestens 15 Jahre schätzen. Mit gut 40 cm Panzerlänge und einem Gewicht von 10 kg handelt es sich um ein stattliches Exemplar. Wie lange sich das bei uns nicht heimische Tier schon in der freien Natur aufhielt, lässt sich nicht sagen.



Mit 40 cm Panzerlänge ist die Schnappschildkröte ein stattliches Exemplar.
 
Schon am nächsten Tag wurde in Hannover Laatzen ein großer Grüner Leguan durch die Feuerwehr eingefangen. Im Gegensatz zu der Schnappschildkröte kann diese aus den südamerikanischen Tropen stammende Art bei unserem Klima nicht längere Zeit in der Natur überleben. Auch der Grüne Leguan kann in der Wildtierstation nicht gemeinsam mit den bereits dort lebenden sechs Leguanen untergebracht werden, da es sich um ein Männchen handelt und diese ihre Reviere vehement gegen andere verteidigen.


 
 

Über die Herkunft der beiden Tiere lässt sich nur spekulieren. Aber es ist zu vermuten, dass die Schnappschildkröte von ihrem früheren Besitzer ausgesetzt wurde, nachdem sie für die Terrarienhaltung zu groß geworden war. Im Falle des Grünen Leguans könnte es sich auch um einen Flüchtling handeln, dem bei warmem Wetter Aufenthalt im Freien gewährt wurde. „Es wird oft unterschätzt, wie schnell so ein Reptil werden kann, wenn es sich in der Sonne aufgewärmt hat.“, erläutert Stationsleiter Brandes.


April 2011
Krötenwanderung: 535 Amphibien geborgen 

Seit dem Jahr 2007 beteiligt sich die Wildtierstation an der Kontrolle des Krötenzaunes an der K45 auf Höhe des Entsorgungszentrums am westlichen Stadtrand von Sachsenhagen. Den Aufbau des Zaunes organisiert der NABU-Ortsverband Sachsenhagen in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt Sachsenhagen. Ca. 500 m Krötenzaun wurden vom 12.03. bis zum 12.04.2011 täglich morgens und abends abgegangen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt 535 Amphibien wurden aus den Auffangbehältern geborgen und zu den nahegelegenen Teichen auf der anderen Straßenseite gebracht. Im einzelnen handelte es sich um 426 Erdkröten, 33 Grasfrösche, 38 Wasserfrösche, 17 Teichmolche, 15 Bergmolche und 6 Kammmolche. Besonders der Nachweis des Kammmolches ist interessant, da es sich hier um eine bedrohte Art handelt.




 

April 2011
Sebastian Edathy und Grant Hendrik Tonne besuchen Wildtierstation

Die bevorstehende Aussetzung des Zivildienstes war der Grund für einen Besuch des Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy und des Landtagsabgeordneten Grant Hendrik Tonne in der Wildtier- und Artenschutzstation. Ziel war es, sich vor Ort ein Bild über die Arbeit der Wildtierstation zu machen und sich über die Auswirkungen dieser einschneidenden Veränderung zu informieren.

„Ende Juni werden uns die letzten beiden Zivildienstleistenden verlassen“, erläuterte Stationsleiter Dr. Florian Brandes. „Sie werden eine große Lücke hinterlassen, denn sie sichern zurzeit ein Viertel unseres Personals in der Tierpflege.“ Brandes machte deutlich, dass der neu geschaffene Bundesfreiwilligendienst für den Stationsbetrieb kein Ersatz für die Zivildienstleistenden sein kann. Die „Zivis“ hätten insbesondere die Versorgung von Jungtieren in der Nacht sichergestellt. Man werde künftig um Einschränkungen bei der Aufnahme von Fundtieren nicht herumkommen.

Sebastian Edathy merkte an, sinnvoller als der neue Bundesfreiwilligendienst sei eine Aufstockung der Plätze für das Freiwillige Soziale bzw. Freiwillige Ökologische Jahr, zumal bei diesen beiden Programmen die Zahl der Bewerber die Zahl der angebotenen Stellen deutlich überschreite. Die beiden Politiker verwiesen auf einen Antrag, den die Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und DIE LINKE erst kürzlich im Niedersächsischen Landtag eingebracht haben. Die zentrale Forderung lautet, die bewährten Freiwilligendienste zu stärken. Hier könne auf bestehende Strukturen einer 25jährigen Erfolgsgeschichte aufgebaut werden. Eine zeitgemäße Anpassung der Rahmenbedingungen sei jedoch dringend notwendig und sinnvoll, damit junge Freiwillige tatsächlich entsprechend ihrer Interessen für den Umweltschutz eingesetzt werden könnten.

„Wir begrüßen es sehr, dass Sie sich auf politischer Ebene für Lösungsmöglichkeiten in dieser Situation einsetzen“, dankte Sylvia Cölle, kfm. Geschäftsführerin der Wildtierstation, den Besuchern. Für den Stationsbetrieb wäre die Einrichtung zusätzlicher FÖJ-Plätze eine große Hilfe. Die Nachfrage interessierter Jugendlicher sei tatsächlich groß – allerdings stehe dem Betrieb nur eine einzige Stelle zur Verfügung.


 Bundestagsabgeordneter Sebastian Edathy, Landtagsabgeordneter Grant Hendrik Tonne, Stationsleiter Dr. Florian Brandes, kfm. Geschäftsführerin Sylvia Cölle, Vorstandsvorsitzender Uwe Wolters (v.l.) bei ihrem Rundgang in der Wildtierstation.


Februar 2011
Wildtierstation appelliert: Junge Feldhasen nicht stören!

Früher Start in die Jungtiersaison: Die Mitarbeiter der Wildtierstation erhalten in diesen Tagen erste telefonische Anfragen von besorgten Tierfreunden, die „verlassene“ junge Feldhasen gefunden haben. Doch von voreiligen Rettungsaktionen ist unbedingt abzuraten, warnt Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Er weist darauf hin, dass gerade junge Feldhasen, die noch keine Fluchtreaktion zeigen, häufig von Spaziergängern entdeckt und aus Unkenntnis mitgenommen werden. Doch der Rat der Fachleute aus der Wildtierstation, die gesunden kleinen Hasenjungen wieder zurück in die Natur zu setzen, trifft bei den Findern oft auf Unverständnis.

„In diesen Fällen hilft das Wissen über die natürlichen Lebensverhältnisse der Tiere, die Situation besser einzuschätzen.“, meint Brandes.
Feldhasen werden in der offenen Landschaft geboren. Sie kommen mit offenen Augen und vollständig behaart zur Welt. Die Jungen werden bald nach der Geburt von dem Muttertier verlassen. Jedoch kehrt die Häsin regelmäßig ein- oder zweimal täglich zum Säugen zurück. Während dieser Zeit verhalten die Jungtiere sich vollkommen ruhig und bewegen sich in den ersten Tagen fast nicht vom Fleck. Auf Störung reagieren sie mit einem Duckreflex, der erst, wenn sie schneller laufen können, in den Fluchtreflex übergeht.
„Besonders schwierig ist es, wohlmeinenden Tierfreunden verständlich zu machen, dass auch ein im Schnee entdecktes Hasenjunges nicht verwaist ist und sofort wieder zurück in die winterliche Natur gebracht werden muss, damit seine Mutter es wieder finden kann.“, erklärt Brandes. Das dichte Fell sei auf winterliche Temperaturen und Schnee ausgelegt und auch dass es angefasst wurde, sei kein Argument gegen das Zurückbringen. „Versehentlich gefundene, gesunde Feldhasenjunge dürfen auf keinen Fall gestört werden. Spaziergänger sollten sich so schnell wie möglich entfernen und Hunde an die Leine nehmen.“



Februar 2011
Wildtierstation sucht eine/n FÖJ-Teilnehmer/in
Möglichkeit zur Orientierung für junge Leute

Zum 1. März 2011 besteht in der Wildtierstation die Möglichkeit, außerplanmäßig eine Tätigkeit im „Freiwilligen Ökologischen Jahr“ – kurz FÖJ genannt – zu beginnen.

Zwanzig junge Menschen nutzten in den vergangenen Jahren dieses Angebot, sich nach Abschluss der Schule ein Jahr in der Wildtierstation für das Gemeinwohl zu engagieren. „Aus den Bewerbungen geht oft hervor, dass die jungen Leute das Bedürfnis haben, nach der langen Schulzeit etwas Praktisches zu tun. Sie möchten Erfahrungen sammeln, bevor sie sich für ein Studium oder einen Beruf entscheiden“, erklärt Sylvia Cölle, kfm. Geschäftsführerin der Wildtierstation. So bietet das FÖJ eine wertvolle Hilfe zur Orientierung für den späteren Berufsweg. In der Wildtierstation erhalten die Teilnehmer Einblicke in die praktischen Tätigkeiten der Tierpflege. Sie begleiten Stationsführungen für Besuchergruppen und beteiligen sich an Öffentlichkeitsarbeit und Informationsständen. Es ist vorgesehen, ein eigenes Projekt von der Idee bis zur Umsetzung zu entwickeln und zu realisieren.

Im Freiwilligen Ökologischen Jahr soll insbesondere Umweltbewusstsein entwickelt werden, um ein kompetentes und nachhaltiges Handeln für Natur und Umwelt zu fördern. Daher wird das FÖJ durch eine ökologische Seminarreihe ergänzt.

Interessenten wenden sich telefonisch an 05725 708730 oder senden ihre Bewerbung an info@wildtierstation.de.

Januar 2011
Zwergesel Peppi bekommt Gesellschaft
Wildtierstation nimmt Maultier "Sancho" auf

In der vergangenen Woche ist „Sancho“ in der Wildtierstation eingezogen. Das vierjährige Maultier wurde von der Tierfreundin Elisabeth Grümer bei einem Pferdeschlachter entdeckt und freigekauft. Nach kurzer Rücksprache war klar: Das Muli kommt als Gefährte für den Zwergesel Peppi in die Wildtierstation. Die Tierrettung Bochum übernahm den Tiertransport nach Sachsenhagen.


Neugierig und etwas zurückhaltend macht das Maultier die ersten Schritte in die neue Umgebung.

Sancho ist ein Shettlandpony/Esel-Mischling. Von seinem bisherigen Lebensweg ist wenig bekannt, aber ihm ist wohl nicht viel Gutes widerfahren. Fell und Hufe sind in einem üblen Zustand, und er ist sehr zurückhaltend gegenüber Menschen. Aber er genießt es offensichtlich, sich draußen auf der Weide frei bewegen zu können und wälzt sich ausgiebig im Matsch. Gemeinsam mit dem Zwergesel Peppi teilt er sich nun Stall und Weide. „Die beiden haben sich schon ein bisschen angefreundet“, bestätigt Stationsleiter Florian Brandes.

Im Gegensatz zu den vielen anderen Tieren, die in der Wildtierstation aufgenommen werden, darf Sancho dauerhaft bleiben. Er hat sogar schon eine Patin gefunden: Bettina Metge, eine langjährige Förderin und  "Tierpatin der ersten Stunde", hat spontan die Patenschaft für Sancho übernommen und sichert auf diesem Wege einen Teil der Pflegekosten.

Wer die Patenschaft für eines der Tiere in der Wildtierstation übernehmen möchte, kann sich unter 05725 708730 oder info@wildtierstation.de an die Stationsmitarbeiter wenden.


Hintergrundinformationen:
Ein Maultier, auch Muli genannt, ist das Kreuzungsprodukt einer Pferdestute und eines Eselhengstes. Die umgekehrte Kombination, also Eselstute und Pferdehengst, nennt man Maulesel. Vom Charakter her gelten Maultiere als gutmütig und gradlinig. Sie sind sehr ausdauernd und belastbar, das machte sie auch zu geeigneten Zugtieren für den Einsatz in der Landwirtschaft. In den weniger entwickelten Regionen der Welt spielen die Maultiere heute noch eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft sowie als Transportmittel. Die Lebenserwartung liegt bei 45 bis 50 Jahren!
Januar 2011
Team der Wildtierstation braucht dringend Verstärkung
Freie Mitarbeiter für Umweltbildung gesucht

Das Team der Wildtierstation sucht dringend Verstärkung im Bereich Umweltbildung. Nach dem Ausscheiden der Biologin Dagmar Schlemm klafft eine große Lücke.
In der Wildtierstation werden themenbezogene Aktionstage, Ferienpassaktionen, Kindergeburtstage und Stationsführungen für Gruppen aller Art von freien Mitarbeitern durchgeführt. Es gibt bereits viele Terminanfragen für das neue Jahr, darum ist die baldige Vervollständigung des Teams um die beiden Biologen Wolfgang Nülle und Stefan Sauer äußerst dringend.

Bei der Gestaltung von Aktionstagen und Stationsführungen sind Begeisterungsfähigkeit und Kreativität gefragt. Das Wissen um die Pflegegäste in der Auffangstation wird während einer Einarbeitungsphase durch die Mitarbeiter vermittelt. Abhängig von dem aktuellen Tierbestand in der Wildtierstation bieten sich viele Möglichkeiten, die bereits bestehende Themenauswahl bei Aktionstagen und Führungen tierartbezogen zu erweitern. Langfristiges Ziel ist es, ein ganzjähriges Angebot in der Wildtierstation präsentieren zu können, sowie die derzeitige Umweltbildung, insbesondere im Bereich Schulklassen und Erwachsenenbildung, weiter auszubauen. Interessenten sollten Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringen und zeitlich flexibel sein. Erfahrungen in der Jugendarbeit und im Naturschutz sind von Vorteil. Informationen unter 05725 708730.




 Jährlich besuchen etwa fünftausend Personen die Wildtierstation und nehmen an Führungen oder Veranstaltungen
zu naturbezogenen Themen teil.


Januar 2011
Neue Aufgaben für Dagmar Schlemm
Ausscheiden der Biologin hinterlässt große Lücke in der Umweltbildung

"Ihr Engagement und ihre Kreativität werden uns sehr fehlen", bedauert Sylvia Cölle, kfm. Geschäftsführerin der Wildtierstation. Dagmar Schlemm war in den vergangenen Jahren maßgeblich am weiteren Ausbau des Bereichs Umweltbildung beteiligt. Sie gestaltete zahlreiche Aktionstage und Stationsführungen und betreut darüber hinaus ehrenamtlich die Sielmanns Natur-Ranger, die sich regelmäßig auf dem Gelände der Wildtierstation treffen. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, die eigene Begeisterung für die Natur an Kinder und Jugendliche weiter zu geben. Nun locken neue Herausforderungen: Nach dem erfolgreichen Abschluss einer pädagogischen Zusatzausbildung beginnt Dagmar Schlemm  ein Referendariat an einer Steinhuder Schule.
"Wir sagen DANKE für das große Engagement und wünschen alles Gute für die berufliche Neuorientierung!"



 Bei zahlreichen Stationsführungen beantwortete Dagmar Schlemm die Fragen der Teilnehmer und vermittelte umfangreiches Wissen über die Pflegegäste in der Wildtierstation.

Januar 2011
Die letzten "Zivis" haben ihre Arbeit aufgenommen
Geschäftsführung äußert Sorge um die künftige Personalsituation

Sie gehören zu den letzten ihrer Art: Eike-Julian Reinke und Manuel Hagemann sind die letzten Zivildienstleistenden, die ihren Dienst in der Wildtierstation leisten. Vor wenigen Tagen haben sie ihre Arbeit aufgenommen und werden nun sechs Monate lang unsere Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit unterstützen.

Da der Wehrdienst ab 30. Juni ausgesetzt wird, entfällt zu diesem Zeitpunkt auch der Zivildienst. Mitten in der Hochsaison fehlen dann im schlimmsten Fall zwei Mitarbeiter! Wie es danach in der Wildtierstation weiter geht, ist noch ungewiss. Die Informationen über den ersatzweise neu geschaffenen Bundesfreiwilligendienst sind noch sehr dürftig, da bleiben für uns viele Fragen offen. Große Unsicherheit besteht auch über die künftige Anzahl der Freiwilligen – dass es zu erheblichen Einschnitten kommen wird, daran besteht kein Zweifel.

Für die Wildtierstation sind die Zivildienstleistenden eine wichtige Hilfe bei der Bewältigung der täglichen Arbeiten. Sie helfen beim Füttern und Reinigen der Tierunterkünfte, übernehmen Telefondienste, Fahrdienste und Stationsführungen. Außerdem gehen sie überall zur Hand, wo zusätzliche Hilfe benötigt wird. Künftig sollen sich Menschen jeden Alters im neuen Bundesfreiwilligendienst für gemeinnützige Arbeit engagieren können.


Eike-Julian Reinke und Manuel Hagemann (v.l.) sind die letzten Zivildienstleistenden in der Wildtierstation.

Januar 2011
Kalender 2011: Tiermotive aus der Wildtierstation
Noch einige Exemplare vorrätig!

Tierbilder mit speziellen Pflegegästen haben die Mitarbeiter der Wildtierstation gesammelt und für einen Foto-Kalender zusammengestellt. So ist ein ganz besonderer Wegbegleiter für das Jahr 2011 entstanden. Sämtliche Motive zeigen Pflegegäste aus der täglichen Arbeit des vergangenen Jahres. Der DinA4-Kalender wird zum Sonderpreis von fünf Euro abgegeben und ist in der Wildtierstation sowie in der Bäckerei Brösche und in der Tierarztpraxis von Dr. Eberhard Anton in Sachsenhagen erhältlich.



Handaufzucht eines jungen Dachs: Der Fotokalender ist mit Tiermotiven aus der Wildtierstation gestaltet.

Dezember 2010
Vögel auf Hilfe angewiesen
Schwere Zeiten für Menschen und Tiere

Die Mitarbeiter der Wildtierstation kämpfen in diesen Tagen mit den Schneemassen. 
Doch nicht nur den Menschen macht die Wetterlage zu schaffen. Besonders Vögel finden unter der dicken Schneedecke keine Nahrung. Die Mitarbeiter der Wildtierstation empfehlen daher, den Tieren durch die Bereitstellung artgerechten Futters über den Winter zu helfen.

Um ihre Körpertemperatur von rund 40 Grad Celsius aufrechterhalten zu können, benötigen Vögel viel Energie und infolgedessen auch entsprechend viel Nahrung. Durch die dauerhafte Forstperiode aber auch durch die dicke Schneedecke ist Fressbares immer schwerer zu finden. Das Zufüttern ist somit ein wichtiger Beitrag, um den Tieren über diese schwierige Jahreszeit zu helfen.

Wichtiger Grundsatz bei der Zufütterung von Vögeln ist die Regelmäßigkeit, da sich die Tiere schnell an einen Futterplatz gewöhnen und diesen immer wieder aufsuchen. Aber auch die Hygiene am Futterplatz und die Bereitstellung geeigneter Futtersorten sind wichtig. Es können die im Handel erhältlichen Winterfuttermischungen, Fettfutter, aber auch Haferflocken und Äpfel verwendet werden. Nebenbei lassen sich an der Futterstelle Vögel aus nächster Nähe beobachten, wodurch die Winterfütterung zusätzliche Freude bereiten kann.


Am Futterhaus in der Wildtierstation herrscht in diesen Tagen reger Betrieb.

Dezember 2010
"Tierische Freunde" in der Wildtierstation
Tierpaten erleben exklusive Stationsführung

Die große Familie der Tierpaten wächst beständig. Am dritten Advent hatte das Team der Wildtierstation Freunde und Förderer zum Patentag eingeladen. Als besonderes „Bonbon“ gab es eine exklusive Stationsführung, bei der die Mitarbeiter Einblicke in ihre Arbeit gaben und einiges über die aktuellen Pflegegäste zu berichten wussten. Nur bei wenigen Anlässen besteht für Besucher die Möglichkeit, sich auf dem gesamten 20 ha großen Gelände zu bewegen und einmal hinter die Kulissen zu schauen. So sind bei den Patentagen insbesondere die Führungen im Außenbereich bei den Bunkern sehr beliebt.

In den Volieren waren Mäusebussarde, Uhus und eine seltene Rohrweihe zu sehen. Außerdem konnte man sich von der Eignung der Bunker als Überwinterungsquartier für Land- und Wasserschildkröten sowie für Igel überzeugen. Auch die neuen Schau- und Aufzuchtgehege für den Europäischen Nerz wurden in Augenschein genommen. Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes sollen hier künftig Nerze gezüchtet und für ihre Auswilderung am Steinhuder Meer vorbereitet werden.

In den Innenräumen der Wildtierstation zeigten die Tierpaten sich von den Riesenschlangen beeindruckt. Die größte der betreuten Schlangen ist immerhin etwa vier Meter lang und wiegt 40 Kilogramm. Als weitere Verbesserung in der Reptilienhaltung werden die Großterrarien in diesen Tagen mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.


Vorsichtig nimmt Tierpatin Susanne Hoffmeister Kontakt zu einem Königspython auf. Mitarbeiterin Ricarda Pietrusky gibt Hilfestellung.

Nach dem Stationsrundgang gab es bei Glühwein und Waffeln im weihnachtlich dekorierten Pavillon Gelegenheit zum Gedankenaustausch in gemütlicher Runde. „Wir kommen immer wieder gerne hierher“, war dann auch die einhellige Meinung der Besucher – einige sind bereits mehrfache Tierpaten und bei jedem Treffen gespannt, von den Veränderungen und Neuigkeiten in der Wildtierstation zu erfahren.






Dezember 2010
aktion tier unterstützt Wildtierstation mit Fahrzeug
Nagelneuer Transporter für die Tiere!

Die Tierschutzorganisation „aktion tier – menschen für tiere e.V.“ hilft der Wildtierstation, mobil zu bleiben. Regionalbetreuer John-F. Pyka übergab den Schlüssel eines nagelneuen Transporters, mit dem das Team der Wildtierstation künftig Futtermittel, Baumaterial, aber auch größere Tiere befördern wird.

Das Fahrzeug vom Typ Citroen-Jumper ersetzt das alte Stationsfahrzeug, das mit fast 180.000 km Fahrleistung mittlerweile erhebliche Verschleißerscheinungen zeigte und hohe Reparaturkosten verursachte.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist seit 2004 Projektpartner der Wildtierstation und unterstützt die Arbeit durch einen regelmäßigen Betriebskostenzuschuss.
Der Vorstand der Wildtierstation sagt auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an aktion tier für diese wertvolle Unterstützung!


Im Schneegestöber zur Fahrzeugübergabe (v.l.): Michael Bußmann (Aktion Tier, Bereich Öffentlichkeitsarbeit), Dr. Florian Brandes (Stationsleiter), Sylvia Cölle (kfm. Geschäftsführerin), John-F. Pyka (Aktion Tier, Regionalbetreuer), Volker Dürkop (Aktion Tier, Bereich Öffentlichkeitsarbeit)



November 2010
Wildtierstation appelliert: Keine Tiere als Weihnachtsgeschenk!
Tierpatenschaft stellt eine sinnvolle Alternative dar

Viele Menschen suchen Jahr für Jahr nach sinnvollen und ungewöhnlichen Geschenkideen. Ob zu Weihnachten, Jubiläen oder runden Geburtstagen – die Suche nach dem richtigen Geschenk ist oft nicht einfach. Die Mitarbeiter der Wildtierstation appellieren, zum Weihnachtsfest keine Tiere zu verschenken. Nur allzu oft gelangen Tiere in die Auffangstation, nachdem unerfahrene Tierhalter mit ihrer Pflege überfordert waren. Häufig bereiten die ausgewachsenen Tiere später Platzprobleme, aber auch die Kosten für Futter oder Tierarztbesuche sowie Versorgungsprobleme zur Urlaubszeit werden oft unterschätzt.

Geschäftsführerin Sylvia Cölle erklärt: „Die Tierpatenschaft stellt eine sinnvolle Alternative dar, die zumindest echten Tierfreunden Freude bereiten wird!“

Mit der Patenschaftsaktion möchte das Team der Wildtierstation einen Anreiz geben, die intensive Pflege der Tiere finanziell zu unterstützen. Die Beiträge aus den Patenschaften werden für Futter, Medikamente und die weitere Verbesserung der Tierhaltung verwendet. So können zum Beispiel Um- und Neubauten sowie Renovierungsarbeiten an den Gehegen realisiert werden. Die Unterstützung kommt also direkt bei den „Patenkindern“ an und trägt dazu bei, die Tierhaltung in der Wildtierstation auf ihrem hohen Standard zu halten und weiter auszubauen.

Paten erhalten für ihr Engagement eine Urkunde mit dem Bild ihres Schützlings. Außerdem finden regelmäßig Tierpatentage statt, bei denen im Rahmen einer exklusiven Führung die Möglichkeit besteht, den Mitarbeitern über die Schulter zu schauen und alles über das Patentier und die vielen anderen Pflegegäste zu erfahren. Darüber hinaus können die Fortschritte im Ausbau und der Ausgestaltung des Stationsbetriebes in Augenschein genommen werden, um sich so vor Ort von der sinnvollen Verwendung der Finanzmittel zu überzeugen. Nähere Informationen unter 05725 708730.


In der Wildtierstation werden unter anderem Eichhörnchen versorgt, aber auch die verschiedensten Greifvögel und Eulen. Reptilienfreunde können Patenschaften für Grüne Leguane, Schlangen oder Bartagamen übernehmen. Auch einige Papageien warten noch auf Paten.


 
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