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Ein Gemeinschaftsprojekt von Wildtier- und Artenschutzstation e.V. & aktion tier - menschen für tiere e.V., anerkannt und gefördert durch das Land Niedersachsen  
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Oktober 2010
Maja als kleine Tierpflegerin
Gewinnerin erlebt einen Tag in der Wildtierstation

Ziemlich aufgeregt stand die siebenjährige Maja Dziatzko morgens vor dem Tor der Wildtierstation. Als Gewinnerin der Sommerfest-Rallye stand für sie ein „Tag als Tierpflegerin“ auf dem Programm.

Maja wurde von der Auszubildenden Katharina Pelkmann und dem Praktikanten Tim Müller begrüßt und durfte die beiden zunächst auf ihrer Revier-Runde begleiten. Dabei lernte sie die vielen Pflegegäste kennen und half den beiden Mitarbeitern bei der Versorgung der Tiere. Eines war schnell klar: Zimperlich ist Maja nicht! Und so mussten die Mitarbeiter manches Mal schmunzeln, wenn Majas Stimme energisch verkündete: „Geh mal beiseite, lass mich das machen!“.



Zu tun gab es schließlich genug: Die Tiere mussten gefüttert werden, der Stall von Esel Peppi war sauber zu machen, die Leguane benötigten eine Dusche, das Terrarium der Bartagamen war neu einzurichten. Dann mussten die stacheligen Igel gewogen werden – dafür zog Maja extra dicke Arbeitshandschuhe an – anschließend war das Gewicht für jeden Igel auf einer Karteikarte einzutragen. Schließlich assistierte sie im Behandlungsraum und hielt einen verletzten Mäusebussard bei der Versorgung fest.



Wie im Fluge verging der Tag. Auf die Frage, was ihr denn am besten gefallen habe antwortete Maja spontan: „Die Terrarien einrichten – ach nee, das Füttern – oder der Esel – eigentlich alles!“.


Oktober 2010
Brauchen Igel im Herbst unsere Hilfe?
Wildtierstation warnt vor falsch verstandener Tierliebe

In der Wildtierstation melden sich vermehrt besorgte Tierfinder, die zumeist junge Igel aufgelesen haben, mit der Frage, ob diese nicht viel zu klein für den Winterschlaf seien. Im vergangenen Jahr wurden knapp 300 Igel in der Wildtierstation aufgenommen. „Es wären noch viel mehr, wenn wir nicht die vielen gesunden Igel, die Tierfreunde einfangen und in die Station bringen, sofort nach der Eingangsuntersuchung wieder zurück nach Hause schicken würden“, erklärt Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Und „nach Hause“ muss man hier wörtlich nehmen, denn einen Igel einfach irgendwo auszusetzen bedeutet, ihn obdachlos zu machen. Nur dort wo er gefunden wurde, kennt er sich aus und weiß, wo er Nahrung, Wasser und Schlafplätze findet.

Die jungen Igel haben erst im September ihr Nest verlassen und wiegen oft weniger als 200 Gramm. Auf die meisten Menschen, denen die kleinen Gesellen über den Weg laufen, wirken sie daher zu schwach, um gesund über den Winter zu kommen. „Im Gegensatz zu ihren ausgewachsenen Artgenossen sind junge Igel häufig auch am Tag auf Futtersuche – und legen binnen 24 Stunden bis zu 20 Gramm zu“, erklärt Brandes. Igel finden selbst im November noch genügend Nahrung in Form von Insekten, Schnecken oder Würmer, vorausgesetzt es liegt weder eine geschlossene Schneedecke, noch herrscht Dauerfrost vor. Bis zum Wintereinbruch haben die Tiere also genügend Zeit, sich reichlich Reserven anzufuttern, um wohlgenährt in den Winterschlaf zu gehen.



Die jungen Igel haben erst im September ihr Nest verlassen und wiegen oft weniger als 200 Gramm. Doch es ist noch genügend Zeit, sich ausreichende Reserven für den Winterschlaf anzufressen.


Anders sollte allerdings mit Igeln umgegangen werden, die nach Wintereinbruch umherlaufen oder krank sind. Zeigt ein Tier beispielsweise Anzeichen von Apathie, ist es stark abgemagert oder sind äußere Verletzungen zu erkennen, so sollte es schnellstmöglich zu einem Tierarzt, besser noch direkt in eine Igelauffangstation gebracht werden.

Jedoch sind Igel in anderer Form auf Hilfe angewiesen. In unseren aufgeräumten Gärten finden die Tiere immer weniger Nahrung und Unterschlupf. Mit geringem Aufwand lässt sich der eigene Garten igelfreundlich gestalten, indem beispielsweise genügend Unterschlupfmöglichkeiten in Form von dichten Hecken und Gebüschen, Totholz-, Laub- und Komposthaufen geschaffen werden, in denen die Igel nebenbei auch Nahrung finden. Der freie Zugang zu benachbarten Gärten, die Abdeckung von tiefen Gruben, Löchern oder Kellerschächten, die zur tödlichen Falle werden können, sowie der Verzicht auf chemische Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel, helfen den bedrohten Tieren. Weitere nützliche Tipps rund um den Igel sind im Internet unter www.pro-igel.de zu finden.



August 2010
Erfolgreiches Sommerfest in der Wildtierstation
Gewinner der Naturlehrpfad-Rallye ermittelt

Das Sommerfest in der Wildtierstation stand unter einem guten Stern. Das Wetter blieb weitgehend trocken und so herrschte ein reges Treiben auf unserem Stationsgelände. Die Mitarbeiter hatten ein buntes Programm vorbereitet, insgesamt 40 Helfer sorgten für einen harmonischen Ablauf. Bei den Kindern kamen die Spiel- und Bastelaktionen gut an, und nachdem der Federschmuck fertig gestellt war, gab es noch ein Stockbrot am Lagerfeuer.

Bei regelmäßigen Stationsführungen im Innen- und Außenbereich berichteten die Mitarbeiter über die derzeitigen Pflegegäste und mit etwas Glück konnte sogar der Nachwuchs im Nerzgehege beim Toben und Baden beobachtet werden. Nur bei wenigen Anlässen besteht für Besucher die Möglichkeit, sich auf dem gesamten 20 ha großen Gelände zu bewegen und einmal hinter die Kulissen zu schauen. So sind bei den Sommerfesten insbesondere die Führungen im Außenbereich zu den Bunkern sehr beliebt.

Zahlreiche Kooperationspartner und befreundete Vereine, wie Aktion Tier – Menschen für Tiere, die Zoofreunde Hannover, und die Igelschutz-Initiative aus Laatzen waren vertreten und informierten über ihre Arbeit für den Artenschutz. Die Mitarbeiter des Hauptzollamtes zeigten eine eindrucksvolle Sammlung exotischer Exponate, die im Rahmen des Artenschutzvollzuges auf dem
Flughafen Hannover-Langenhagen beschlagnahmt wurden und in der Asservatenkammer des Zolls lagern.
Der Imker Karsten Schön und die Jägerschaft Schaumburg stellten ihre Arbeit vor. Der Nabu Sachsenhagen informierte über die Bedeutung von Streuobstwiesen.
Bei den Sielmanns Natur-Rangern konnten die Besucher selber Papierschöpfen - die bunten Papiere flatterten anschließend zum Trocknen auf dem Wäscheständer.



Am Stand der Sielmanns Natur-Ranger flatterte buntes, selbst geschöpftes Papier zum Trocknen auf der Wäscheleine


Bei einer Rallye waren die Besucher aufgefordert, Fragen rund um den Naturlehrpfad der Wildtierstation zu beantworten. Nach dem Eintragen der richtigen Antworten lautete das Lösungswort „Nerzauswilderung“. Den 1. Preis gewann Maja Dziatzko (7) aus Sachsenhagen. Sie kann sich über einen Tag als „Tierpflegerin“ in der Station freuen. Als 2. Platz erhält Eileen Wulf (7) aus Wunstorf eine eigene Stationsführung für sich und ihre Familie sowie Freunde. Lars Thake (11) aus Korntal gewann den 3. Preis und erhält eine Tierpatenschaft.

Auf diesem Wege ein herzliches DANKESCHÖN an alle Helfer, die dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung einen guten, harmonischen Verlauf genommen hat!


August 2010
Junge Gelbbauchunken wieder in Freiheit
Von Menschen aufgezogene Tiere wurden in der Ballertasche ausgesetzt

Mehrmals täglich gab es in der Wildtierstation Fruchtfliegen, Mini-Grillen und Tubifexwürmer, gierig haben die kleinen Gelbbauchunken das Futter verschlungen. Jetzt hat der Luxus ein Ende: Am Dienstag wurden 30 von Menschenhand aufgezogene Unken wieder in die Freiheit entlassen. Freiheit – das ist das Kiesabbaugebiet Ballertasche an der Weser nördlich Gimte bei Hannoversch-Münden im Landkreis Göttingen – dort sollen sie sich nun weiter vermehren. Unter Beobachtung bleiben sie dennoch: Während sich Dr. Florian Brandes, der Leiter der Wildtierstation, weiter um die Aufzucht und den Aufbau einer Zuchtgruppe kümmert, wird der Amphibien-Experte Richard Podloucky vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) aus Hannover ihre weitere Entwicklung im natürlichen Lebensraum genau verfolgen.



Die Gelbbauchunke ist in Niedersachsen vom Aussterben bedroht. In Niedersachsen leben nur noch zwischen 1000 und 1500 erwachsene Tiere: „Das ist beängstigend wenig“, betont Podloucky. Im Kiesabbaugebiet Ballertasche bei Hannoversch-Münden ist der Bestand der Gelbbauchunke von knapp 100 Tieren Anfang der 1990er Jahre trotz regelmäßiger Pflegemaßnahmen im Lebensraum auf 20 bis 30 Tiere zusammengeschmolzen. „Deshalb haben wir uns entschlossen, Gelbbauchunken in Menschenhand aufzuziehen und wieder in den Lebensraum zurückzubringen“, erläutert Podloucky das Procedere.



Zunächst ist dieses so genannte Ex-situ-Projekt – übrigens das erste für Gelbbauchunken in Deutschland – über drei Jahre geplant: „Sollte es dann bereits Erfolge zeigen und die Population vor Ort wieder zunehmen, können wir es beenden. Sonst wird geprüft, wie man weiter vorgeht“, betont Podloucky.


August 2010
Wildtierstation feiert Sommerfest
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

„Eine Bleibe für kranke Papageien“ lautet das Motto für das Sommerfest der Wildtierstation am 29. August. „Beschlagnahmte Papageien treffen häufig in einem schlimmen Zustand in der Station ein. Sie sind krank an Leib und Seele“, sagt Geschäftsführerin Sylvia Cölle. Trotz aller Bemühungen komme es vor, dass Tiere aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes als Dauerpflegefälle in der Wildtierstation bleiben müssen.

Die Einnahmen und Spenden des Sommerfestes sollen für den Umbau einer Garage in eine winterfeste Unterkunft mit Außenvoliere verwendet werden. Dort können die Dauerpflegefälle dann in einer Gruppe zusammen leben.


Die beiden Kongo-Graupapageien sind als "Rupfer" nicht zu vermitteln und müssen als Dauerpflegefälle in der Wildtierstation bleiben.
Das Team der Wildtierstation hat wieder ein buntes Programm vorbereitet. Für die Kinder gibt es Spiel und Spaß, Stockbrot an Lagerfeuer und Nistkastenbau. Bei einer Naturlehrpfad-Rallye können die Besucher ihr Wissen prüfen.
Bei Führungen im Innen- und Außenbereich des Stationsgeländes gibt das Fachpersonal Erläuterungen zu den Pflegegästen in den zahlreichen Volieren und Gehegen. Gleichzeitig haben Besucher die Gelegenheit, sich über die Fortschritte im Umbau und der Ausgestaltung der Tierunterkünfte zu informieren.

An den verschiedenen Ausstellungsständen informieren Kooperationspartner und befreundete Vereine über ihre Arbeit. Aktion Tier – Menschen für Tiere ist dabei, die Sielmanns Natur-Ranger, Mitarbeiter der Igel-Schutz-Initiative aus Laatzen, der NABU, Imker Heinrich Schön und die Jägerschaft Schaumburg. Auch das Hauptzollamt Flughafen Hannover und die Zoofreunde Hannover geben interessante Einblicke in ihre Arbeit für den Artenschutz.


August 2010
Einweihung der Gehege für den Europäischen Nerz in der Wildtierstation 

Der Europäische Nerz (Mustela lutreola) soll im Einzugsgebiet des Steinhuder Meeres wieder heimisch werden. Die Wildtierstation beteiligt sich an einem Gemeinschaftsprojekt zur Wiederansiedlung des kleinen Säugers.


Im Schaugehege der Wildtierstation kann bereits der Nachwuchs des Europäischen Nerz beobachtet werden. (Foto Michael Werk)
„Bei dem Wort Nerz denken viele zuerst an Pelzmäntel“, erläutert Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Doch die würden nicht aus dem Europäischen Nerz, sondern aus dem Amerikanischen Mink gefertigt, weiß er zu berichten. Kaum jemand wisse, dass der Nerz in Deutschland und in weiten Teilen Europas ausgestorben sei.

Aus diesem Grund haben die Wildtier- und Artenschutzstation, der Verein zur Erhaltung des Europäischen Nerzes (EuroNerz e.V.) und die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V. ein Wiederansiedlungsprojekt für den Nerz initiiert. Ziel ist es, langfristig eine selbstständig lebensfähige Population im Einzugsgebiet des Steinhuder Meeres zu etablieren. Die Dauer des Projektes ist auf fünf Jahre angelegt. Jährlich sollen etwa 20 Nerze ausgewildert werden. In der Wildtierstation wurden hierfür eigens Gehege für die Haltung und Zucht von Europäischen Nerzen gebaut. Besucher können künftig die Nerze in einem Schaugehege live erleben.


Gute Kooperation beim Wiederansielungsprojekt für den Europäischen Nerz (v.l.): Wolfgang Fiedler (Region Hannover), Dr. Florian Brandes (Wildtierstation), Dr. Heinz Düttmann (Umweltministerium), Thomas Brandt (Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V.), Birgit Benzig (Stiftung Artenschutz), Christian Seebass (EuroNerz e.V.)
Zur offiziellen Einweihung der Gehege begrüßte Brandes zahlreiche Gäste, die an dem Projekt beteiligt sind. Besonderer Dank galt den Vertretern des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt- und Klimaschutz und der Stiftung Artenschutz sowie der Firma Nestlé-Schöller, welche die Finanzierung der Baumaßnahmen in der Wildtierstation ermöglicht haben. Weiterhin dankte er allen Behörden des Landkreises und der Region Hannover, die das Projekt unterstützt haben.
August 2010
Personalmangel in der Wildtierstation
Sponsor für zusätzlichen Ausbildungsplatz gesucht 


„Während der Sommermonate gilt für unsere Mitarbeiter Urlaubssperre“, bestätigt Dr. Florian Brandes, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen achselzuckend. „Das ist bei uns die arbeitsreichste Zeit. Allein im Juli wurden mehr als vierhundert Tiere, überwiegend Jungtiere, aufgenommen.“ Da wird jede helfende Hand gebraucht und Urlaub kann nur in Ausnahmefällen genehmigt werden.
Die Personalsituation sei extrem angespannt und werde sich im nächsten Jahr sogar noch weiter zuspitzen. „Die Verkürzung der Zivildienstdauer auf sechs Monate trifft uns hart“, so Brandes. „Für uns bedeutet das, dass der Zeitaufwand zur Einarbeitung der ständig wechselnden Mitarbeiter noch größer wird.“
Dem gestiegenen Arbeitsaufkommen – immerhin werden in der Wildtierstation jährlich mehr als 2000 Tiere eingeliefert – wurde bislang mit einer erhöhten Zahl ungelernter Kräfte wie Zivildienstleistenden, Teilnehmern im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder im Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ), sowie Praktikanten und ehrenamtlichen Mitarbeitern begegnet.


Katharina Pelkmann hat in der Wildtierstation eine Einstiegsqualifizierung absolviert und beginnt nun mit der Ausbildung zur Zoo-Tierpflegerin.

Zwei Auszubildende haben im Juni ihre Ausbildung in der Wildtierstation erfolgreich abgeschlossen. Zwei weitere engagierte junge Menschen beginnen in diesen Tagen ihre Ausbildung im Beruf des Zoo-Tierpflegers. Gern würde der Vereinsvorstand einen zusätzlichen Ausbildungsplatz anbieten und einem weiteren jungen Menschen seinen Wunschberuf ermöglichen. „Bewerbungen gibt es ohne Ende“, berichtet Sylvia Cölle, kaufmännische Geschäftsführerin der Wildtierstation. Doch die Kosten für die dreijährige Ausbildungsdauer belaufen sich auf etwa 9000 Euro jährlich, das sei zurzeit nicht finanzierbar. „Vielleicht findet sich ja ein sozial engagierter Sponsor, der uns aus dieser Misere hilft“, hofft Brandes.
Juli 2010
Arbeit & Leben: Kooperation endete zum 30. Juni 2010

Die Bildungsvereinigung "Arbeit und Leben" hat auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Stadthäger Firma OTIS eine neue Bleibe gefunden. Der Kooperationsvertrag mit der Wildtierstation wurde zum 30.06.2010 beendet. Mittlerweile ist auch der Umzug vom "Bunker 15"  der Wildtierstation in die neuen Räumlichkeiten abgeschlossen.

Durch Tätigkeiten wie Wegebau, Zaunbau, Fundamentbau, Anlage von Teichen, Landschaftspflege und vieles mehr haben die jungen Mitarbeiter sowie die Betreuer von "Arbeit und Leben" in den vergangenen sechs Jahren einen wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Wildtierstation und der Durchführung von diversen Bauprojekten geleistet.

Das Team der Wildtierstation sagt auf diesem Wege herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit!

Die Mitarbeiter von "Arbeit und Leben" beim Anlegen der Fundamente für das neue Nerzgehege.

 
Juli 2010
Geplante Baumaßnahme:
Eine Bleibe für kranke Papageien

Beschlagnahmte Papageien oder auch Abgabetiere treffen sehr häufig in einem schlimmen Zustand in der Wildtierstation ein - sie sind krank an Leib und Seele! Trotz aller Bemühungen kommt es vor, dass Papageien aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes als Dauerpflegefälle in der Wildtierstation bleiben müssen.

Die Einnahmen und Spenden des diesjährigen Sommerfestes werden
für den Umbau einer bestehenden Garage in eine winterfeste Unterkunft mit Außenvoliere verwendet. Hier sollen die Dauerpflegefälle künftig in einer Gruppe zusammenleben.



Juli 2010
Wildtierstation spricht Aufnahmestopp aus 
Kapazitäten für Schwalben und Mauersegler erschöpft

Die Wildtiersstation spricht einen kurzzeitigen Aufnahmestopp für Schwalben und Mauersegler aus. „Wir sehen keine andere Möglichkeit“, bestätigt Stationsleiter Dr. Florian Brandes. „Unsere Mitarbeiter leisten ihre Arbeit mit großer Motivation und unermüdlichem Einsatz, aber irgendwann geht es einfach nicht mehr!“ Zwei Mitarbeiter sind täglich von 7 bis 22 Uhr ausschließlich mit der Fütterung der 26 Schwalben und 63 Mauersegler beschäftigt. Dass Finder, die am Tor der Wildtierstation abgewiesen werden, verärgert sind, kann Brandes verstehen. „Für uns ist das wirklich eine Notsituation. Wir geben bei Bedarf gerne ausführliche Hinweise zur Aufzucht der Jungvögel.“ Sobald wieder Kapazitäten frei werden, soll der Aufnahmestopp aufgehoben werden.


Juli 2010
Klaus-Dieter Drewes übernimmt
Patenschaft für Rehkitz "Max" 


Bei einem Besuch in der Wildtierstation übernahm CDU-Landratskandidat Klaus-Dieter Drewes die Patenschaft für ein kleines Rehkitz.
Das junge Reh, das von den Stationsmitarbeitern von Hand aufgezogen wird, kannte bei dem Besuch seines neuen Paten keine Scheu und ließ sich von Drewes bereitwillig die Flasche geben.

Rehkitz "Max" lässt sich von Klaus-Dieter Drewes
bereitwillig die Flasche geben.


Drewes hat in den vergangenen Jahren schon mehrere Tierpatenschaften in der Station übernommen. Er stehe voll und ganz hinter dem Engagement der Pflegestation, bestätigte er und betonte, dass der Einsatz der Mitarbeiter „sehr lobenswert“ sei.
Rehkitz „Max“ wird noch bis zur Auswilderung in der Wildtierstation bleiben und dort zunächst seine Aufzuchtmilch genießen.


Juni 2010
Beteiligung an Artenschutzprojekten
Mitgliederversammlung der Wildtierstation

Einen Einblick in die Arbeit der Wildtierstation erhielten Vereinsmitglieder anlässlich der Jahreshauptversammlung. Im Vorfeld hatte der Vorstand zu einem Stationsrundgang eingeladen. Stationsleiter Dr. Florian Brandes stellte das neue Schaugehege sowie das Aufzuchtgehege für Nerze vor. Hier sollen in einer Kooperation mit der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) und dem Verein „Euro-Nerz“ die vom Aussterben bedrohten Tiere gezüchtet und der Nachwuchs am Steinhuder Meer angesiedelt werden.

Im Verlauf des Naturlehrpfades ist eine neue Steinkauzvoliere entstanden. Auch hier beteiligt sich die Wildtierstation an einem Zucht- und Wiederansiedlungsprogramm. Der Steinkauz-Nachwuchs wird im Vorharz ausgewildert. In das neue Schildkrötenhaus sind mittlerweile die Wärme liebenden Land- und Wasserschildkröten eingezogen.

Stationsleiter Florian Brandes gewährt Einblick in das neue Schildkrötenhaus.



Stationsleiter Florian Brandes zeigt die interessante Zeichnung auf dem Bauchpanzer einer Indianer-Zierschildkröte.
In der folgenden Versammlung berichtete Brandes über Bauprojekte, Artenschutzmaßnahmen und die Pflegegäste des Jahres 2009. Insgesamt 1940 Tiere sind im Laufe des Jahres eingeliefert worden, mehr als die Hälfte der aufgenommenen Wildtiere konnte wieder ausgewildert werden – dies ist eine gute Quote. Durch die großzügige Spende einer Tierfreundin ist es möglich geworden, endlich ein eigenes Röntgengerät anzuschaffen.

Der Vorstand dankt Heidrun Herschel, die sich bereit erklärt hat, bei der Bildung einer „Corporate Identity“ für die Wildtierstation mitzuwirken und das visuelle Erscheinungsbild neu zu gestalten. Ihre Entwürfe für Briefpapier, Visitenkarten, und Patenschaftsurkunden fanden allgemeine Zustimmung. In diesem Zuge soll auch die Homepage neu gestaltet und technisch angepasst werden.

Unter dem Motto „Zukunftsvision“ hat der Vereinsvorstand jüngst die Frage „Wie sind unsere Ziele - wo wollen wir in den nächsten Jahren hin?“ beraten. Als Grundlage für einen Mehrjahresplan wurde eine Themensammlung erstellt. Als erstes Ergebnis der Beratungen wird angestrebt, den Bereich Umweltbildung zu intensivieren und auszubauen. Langfristig ist vorgesehen, in diesem Bereich einen weiteren Arbeitsplatz zu schaffen, der durch Teilnehmerbeiträge finanziert wird. Zunächst sind jedoch die räumlichen Voraussetzungen, z.B. ein Schulungsraum für 30 Personen, zu schaffen. Um Ausbaumöglichkeiten der bestehenden Gebäude zu beurteilen, fand bereits ein Ortstermin mit einem Architekten statt.

Juni 2010
Abschlussprüfungen mit gutem Ergebnis

Unsere Auszubildenden Wiebke Duggen und Anne-Lena Podloucky haben ihre Abschlussprüfung zur Zoo-Tierpflegerin mit gutem Ergebnis bestanden. Wir gratulieren zu dieser ansehnlichen Leistung!

Für ihr Engagement in der Wildtierstation danken wir den beiden sehr und wünschen ihnen für ihre Zukunft alles Gute!

 
Mai 2010
Der Teichmolch - die Wildtierstation informiert über den Lurch des Jahres


Kennen Sie den Teichmolch? Etwa nicht? Dabei ist er die in Deutschland häufigste und am weitesten verbreitete Molchart!
Allerdings ist er keine sehr auffällige Art, sondern eher ein stiller Bewohner einheimischer Gräben, Teiche und Tümpel. Dass er von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) dennoch zum Lurch des Jahres gewählt wurde, liegt gerade daran, dass jeder - auch im eigenen Garten - etwas zu seinem Schutz beitragen kann. Damit schafft der Teichmolch stellvertretend für alle anderen Amphibienarten im Jahr 2010, dem „Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt“, dieser insgesamt bedrohten Tiergruppe erhöhte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung.



In der Wildtierstation kann man den Teichmolch jetzt auch live erleben. In den nächsten Monaten bewohnen drei Paare ein Aquarium im Eingangsbereich, das für Besucher bei den täglichen Führungen zu sehen ist. Hier kann man beobachten, wie das Männchen seiner Angebeteten bei der Balz Duftstoffe mit dem Schwanz zuwedelt oder die Weibchen später mit der Eiablage zwischen den Wasserpflanzen beschäftigt sind. Auch Informationsmaterial der DGHT ist in der Wildtierstation erhältlich.
Wer solche Beobachtungen auch zu Hause machen will, kann dies im eigenen Gartenteich oder am nächsten Kleingewässer tun. Er darf aber nicht auf die Idee kommen, sich selbst so ein Aquarium aufzustellen. Teichmolche sind wie alle einheimischen Amphibien und Reptilien streng geschützt und dürfen in der Natur nicht gestört werden. Für das Becken in der Wildtierstation wurde eigens eine Genehmigung des Landkreises für umweltpädagogische Zwecke erteilt. Nach Ende der Fortpflanzungszeit werden die Molche an dem Gewässer, dem sie entnommen wurden, wieder in die Freiheit entlassen.



Teichmolchmännchen

Fortpflanzung und Entwicklung im Teichmolchjahr

Schon im zeitigen Frühjahr, ab Anfang März, werden die Teichmolche nach der Winterruhe aktiv und wandern gezielt zu einem Laichgewässer, das meist in der Nähe der Winterquartiere liegt. Bereits im April beginnen die ersten Tiere mit der Paarung. Jetzt kann man beobachten, wie die Männchen um die Weibchen balzen und ihre Samenträger, Spermatophoren genannt, am Gewässerboden absetzen. Die Weibchen nehmen diese mit der Kloake auf und beginnen Tage später, befruchtete Eier an den Wasserpflanzen abzusetzen. Das Paarungsspiel und die Eiablage ziehen sich bis etwa Juni hin. Dann verlassen die Teichmolche das Wasser und verbringen den Sommer an Land unter Steinen und Rinden oder in Höhlungen unweit des Gewässers. Sind diese Plätze frostsicher, werden sie auch für die Winterruhe genutzt.
Derweil geht im Tümpel die Entwicklung der Eier weiter: Die Larven schlüpfen und wachsen bis Juli zu einer Länge von 3–4 cm heran. Sie sind sehr gefräßig und sehen mit den äußeren Kiemenbüscheln wie kleine Wassermonster aus. Schließlich setzt die Umwandlung (Metamorphose) von der Larve zum fertigen Molch ein, die kleinen Molche verlieren ihre Kiemen, fangen an Luft über die Lungen zu atmen und folgen ihren Eltern auf das Land.

Schutz- und Hilfsmaßnahmen

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Situation der Amphibien in Mitteleuropa allgemein dramatisch verschlechtert. Der Teichmolch ist einerseits in Deutschland zwar nach wie vor relativ häufig und gilt teilweise sogar als Kulturfolger, andererseits sind aber seine Bestände in den meisten Bundesländern rückläufig.
Mit der Anlage eines naturnahen Teiches kann man den Teichmolch meist schnell in den eigenen Garten locken. Nicht nur dem Teichmolch sondern auch anderen Amphibien wie Bergmolch und Erdkröte, Vögeln, Insekten und Wirbellosen schafft man dadurch neuen Lebensraum, wenn man ein paar Punkte beachtet:
1.    Auf Fische sollte man im Gartenteich generell verzichten. Diese fressen Amphibienlarven und viele andere Kleintiere auf. Oft handelt es sich bei den im Gartenhandel angebotenen Arten gar nicht um einheimische Fischarten.
2.    Auch bei der Auswahl der Pflanzen für den Teich sollte man darauf achten einheimische Arten auszuwählen. Häufig werden ausländische Pflanzen angeboten. Es gibt aber genug einheimische Arten, die mit Ihren Blüten jeden Gartenteich in eine Augenweide verwandeln können.
3.    In der Nähe des Gartenteiches müssen geeignete Landlebensräume für die Zeit, die der Teichmolch an Land lebt, zur Verfügung stehen. Hecken, Büsche, Laub- oder Steinhaufen und ähnliche Strukturen in denen Kleintiere am Boden Schutz finden und sich verstecken können, reichen hierzu aus.
Mai 2010
Hände weg von Jungvögeln!
Team der Wildtierstation hat alle Hände voll zu tun


Jedes Jahr zur Jungtierzeit wird das Team der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen vor besonders hohe Anforderungen gestellt. Zahlreiche Jungvögel werden von Findern in der Station abgegeben und bedürfen dann der intensiven Pflege durch die Mitarbeiter. Die Aufzucht von Jungvögeln ist mühevoll und erfordert viel Sorgfalt, da die Tiere von morgens 7 Uhr bis abends 22 Uhr regelmäßig in einem Zeitabstand von 20 bis 30 Minuten gefüttert werden müssen.


Amsel und Star: Zwei junge Amseln und ein Star haben Hunger!

Stationsleiter Dr. Florian Brandes nimmt dies zum Anlass, dringend darauf hinzuweisen, dass nicht jeder scheinbar hilflose Jungvogel tatsächlich menschlicher Hilfe bedarf. „Zu den häufigsten Fehlern zählt das Einsammeln von Singvogelästlingen.“, so Brandes. „Ein munterer und aktiv rufender Jungvogel im Garten, der unverletzt ist und sich hüpfend fortbewegen kann, darf unter keinen Umständen mitgenommen werden!“ Das häufig vorgebrachte Argument, dass sich Katzen in der Nachbarschaft herumtreiben, könne man auch nicht gelten lassen. „Jeder einzelne Jungvogel wird theoretisch von Katzen oder anderen Beutegreifern bedroht.“, gibt Brandes zu bedenken. „Hier vorbeugend eingreifen zu wollen, hieße sämtliche Jungvögel aus der Natur einzusammeln!“





In den meisten Fällen, in denen es zunächst den Anschein hat, sind junge Vögel nicht tatsächlich von den Eltern „verlassen“, sondern stehen durch ihre Bettelrufe mit ihnen in Verbindung. Diese Rufe hören sich je nach Vogelart mehr oder weniger durchdringend und kläglich an. Immer wieder wird dann der Fehler begangen, die Vogelkinder aus Mitleid mitzunehmen, um sie zu „retten“. Damit beginnt für die meisten dieser Jungvögel ein Leidensweg, der durch falsche Unterbringung und Fütterung zum Tode führt.


Die Handaufzucht von Jungvögeln ist mühevoll und erfordert viel Sorgfalt.

Von voreiligen Rettungsaktionen sollte daher in jedem Fall abgesehen werden. Die Überlebenschancen eines von den Eltern versorgten Jungvogels sind immer größer als die Chancen der von Menschenhand „hochgepäppelten“ Tiere. Daher sollte ein kleiner Vogel nur in ein nahe gelegenes Gebüsch gesetzt werden, wo die Elterntiere ihn - geschützt vor Autos und Fußgängern - weiter versorgen können. Erst wenn nach längerem Beobachten (in ausreichender Entfernung und Deckung!) davon ausgegangen werden kann, dass kein Altvogel das Junge versorgt, kann es in menschliche Obhut genommen werden.


März 2010
Maskottchen „Schnitzel“ verstorben
Mitarbeiter der Wildtierstation trauern


Traurige Nachrichten aus der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen: „Schnitzel“, Besucherliebling und Maskottchen der Station, ist am Wochenende gestorben.

„Heißt das Schwein wirklich Schnitzel?“ Vielen Besuchern entlockte dieser Name ein Schmunzeln. Das Stationsmaskottchen, das bereits im September 2001 als kleines „Schnitzelchen“ in die Wildtierstation kam, hatte inzwischen ein für Hausschweine stattliches Alter erreicht und war in letzter Zeit auch sehr träge geworden. Trotzdem waren die Mitarbeiter der Wildtierstation überrascht und betroffen über sein plötzliches Ableben.


Besucherliebling und Maskottchen „Schnitzel“ (rechts) mit seinem Gefährten „Knödel“ im Außengehege.

Ursprünglich war das Schweinchen als Glücksbringer verschenkt worden. Ein Gag, der sich für den Besitzer nach kurzer Zeit als gar nicht mehr lustig herausstellte. „Schweine sind für die Wohnungshaltung nun mal nicht geeignet.“, bestätigt Geschäftsführerin Sylvia Cölle. Und so war der Umzug in die Wildtierstation sicher das Beste, was Schnitzel passieren konnte. Hier lebte er gemeinsam mit „Knödel“, einem Mini-Schwein mit ähnlicher Vorgeschichte, in einem Außengehege und döste am liebsten in der Sonne.

Januar 2010
Das Jahresprogramm
der Wildtier- und Artenschutzstation ist da!


Auch für das neue Jahr hat die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen das Angebot im Bereich Umweltbildung für Kinder und Jugendliche deutlich erweitert. Insgesamt werden nun 33 Veranstaltungen zu naturbezogenen Themen angeboten. Die Veranstaltungen finden unter Leitung der Biologen Dr. Dagmar Schlemm, Wolfgang Nülle und Stefan Sauer statt.

Wieder konnte das Programm um einige neue Themen ergänzt werden. So begibt sich Dagmar Schlemm am 14. Mai mit den Teilnehmern auf die Suche nach dem Teichmolch, dem Lurch des Jahres 2010. Und am 25. Juni gibt es unter dem Motto "Der Nerz kehrt zurück" Interessantes über die Wiederansiedlung von Europäischen Nerzen in unserer Region zu erfahren.

Am 24. Juni zeigt Stefan Sauer, unter der Überschrift "Insekten auf der Blumenwiese", wie die verschiedenen Insektenarten die Pflanzen auf der Blumenwiese für die Nektarsuche nutzen. Bei "Nachwuchs in der Vogelwelt" werden am 24. Juni Vogeleltern bei der Versorgung ihres Nachwuchses beobachtet. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, den Mitarbeitern der Wildtierstation bei der Aufzucht von verwaisten Jungvögeln über die Schulter zu schauen.



Dezember 2009
Wildtierstation appelliert:
Weihnachten keine Tiere verschenken!
Tierpatenschaft als sinnvolle Alternative


Die Wildtierstation rät dringend davon ab, zum Weihnachtsfest Tiere zu verschenken. Internetangebote und Tierbörsen machen den Kauf leicht. Aber insbesondere exotische Tiere landen nur allzu oft in der anerkannten Auffangstation, nachdem unerfahrene Tierhalter mit ihrer Pflege überfordert waren. Häufig bereiten die ausgewachsenen Tiere später Platzprobleme, aber auch die Kosten für Futter oder Tierarztbesuche sowie Versorgungsprobleme zur Urlaubszeit werden oft unterschätzt.

Die Mitarbeiter der Wildtierstation sind sich einig: Eine Tierpatenschaft unter dem Motto „Tierische Freunde“ ist auch zum Weihnachtsfest eine sinnvolle Geschenkidee.


Die Netzpython ist im Zoogeschäft als Baby hübsch anzusehen und billig zu kaufen. Sie kann jedoch bis zu 9 m lang werden und ist von Privatleuten nicht zu halten.

In der Wildtierstation werden Eichhörnchen, Rehkitze und Wildschweine, aber auch die verschiedensten Greifvögel und Eulen versorgt. Reptilienfreunde können Patenschaften für Grüne Leguane, Schlangen oder Landschildkröten übernehmen. Auch einige Papageien warten noch auf Paten. Die Einnahmen aus den Patenschaften werden für Futter, Medikamente und die weitere Verbesserung der Tierhaltung verwendet. Tierfreunde nehmen so direkten Anteil an den Aufgaben des Tier- und Artenschutzes.

Im Eingangsbereich wird auf einer gut sichtbaren Tafel auf jede eingetragene Patenschaft hingewiesen. Tierpaten erhalten eine Urkunde mit einem Bild ihres Schützlings und haben darüber hinaus die Möglichkeit, bei einer exklusiven Führung den Mitarbeitern der Wildtierstation über die Schulter zu schauen und alles über ihr Patentier und die vielen anderen Pflegegäste zu erfahren. Nähere Informationen unter info@wildtierstation.de oder 05725 708730.


November 2009
Großzügige Spende ermöglicht Kauf eines Röntgengerätes

Große Freude in der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen! Seit langer Zeit wird dort für die dringend notwendige Anschaffung eines Röntgengerätes gesammelt und gespart. Durch eine großzügige Spende von Uta Kuhn aus Springe ist es nun möglich geworden, kurzfristig ein geeignetes Gerät mit entsprechendem Zubehör anzuschaffen.

Bei einem Besuch in der Wildtierstation konnte sich die Tierfreundin persönlich von dem sinnvollen Einsatz ihrer Spende überzeugen. „Sie haben uns einen großen Schritt weiter geholfen.“, bedankte sich Stationsleiter Dr. Florian Brandes. „Die Verfügbarkeit eines Röntgengerätes bedeutet für unsere Patienten eine wesentliche Verbesserung in der medizinischen Versorgung.“


Im Behandlungsraum in der Wildtierstation ist nun auch das Röntgen möglich

Die Wildtierstation ist die einzige Auffangstation in Deutschland, die über einen fest angestellten Tierarzt verfügt. Dies hat den Vorteil, dass die medizinische Erstversorgung der eingelieferten Wildtiere direkt in der Station durchgeführt werden kann. Den Tieren bleiben dadurch weite Transporte und damit verbundener Stress erspart. Voraussetzung ist jedoch das Vorhandensein der entsprechenden medizinisch-technischen Ausrüstung.

Mit dem Röntgengerät und einem Gerät zur Inhalationsnarkose verfügt die Wildtierstation nun über eine solide Ausstattung zur Diagnostik und zur Behandlung verletzter Tiere. Kleinere Operationen können vor Ort in der Station durchgeführt werden. Für größere Eingriffe wird nach wie vor mit dem Team der Wildvogelklinik in der Tierärztlichen Hochschule Hannover zusammengearbeitet.

September 2009
FÖJ-Projekt „Nisthilfen für Eisvögel“ gewinnt
beim Wettbewerb „SEI EIN FUTURIST!“


Jedes Jahr stehen der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen ein bis zwei Plätze für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) zur Verfügung. Neben den Routineaufgaben in der Wildtierstation führen diese auch ein eigenes Projekt mit ökologischem Hintergrund durch. Da der Eisvogel als Vogel des Jahres 2009 in seinem Bestand bedroht und schon mehrfach an einem Teich des 20 ha großen Stationsgeländes beobachtet werden konnte, wurde die Idee geboren als FÖJ-Projekt 2009 Nisthilfen für Eisvögel aufzustellen, worüber wir im Frühjahr bereits berichtet haben.

Planung, Bau und Aufstellung wurden durch die FÖJler Katharina Rübsam und Christoph Sixt durchgeführt, so dass heute bereits ein Nistkasten auf dem Stationsgelände und einer an der Sachsenhägener Aue ihre Standorte gefunden haben.


Christoph Sixt bei der Preisübergabe

Am 28.08.2009 wurde nun das Projekt „Nisthilfen für Eisvögel“ durch den dm-Drogeriemarkt im Rahmen des Nachhaltigkeitswettbewerbs „Sei ein Futurist!“ ausgezeichnet und mit 1000,- Euro gefördert.

Hierbei handelt es sich um eine Initiative von dm und der Deutschen UNESCO-Kommission zum Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Aufruf „Sei ein Futurist!“ möchten diese möglichst vielen Menschen das Thema Nachhaltigkeit näherbringen und sie gleichzeitig auffordern, aktiv zu werden.

August 2009
Jahreshauptversammlung
des Wildtier- und Artenschutzstation e.V.

Anläßlich der Jahreshauptversammlung des Wildtier- und Artenschutzstation e.V. konnte Stationsleiter Dr. Florian Brandes zahlreiche Mitglieder des Vereins zu einem gemeinsamen Rundgang über das Stationsgelände begrüßen, bei dem die neuesten Bauprojekte in Augenschein genommen wurden. Mit dabei war  auch Rainer Schnitker, Vorstandsmitglied der Tierschutzorganisation „aktion tier – Menschen für Tiere e.V.“. Diese unterstützt als Projektpartner seit Jahren die Arbeit der Wildtierstation und so kam Rainer Schnitker auch zu diesem Besuch nicht mit leeren Händen. Nach dem Rundgang überreichte er dem Vorstand einen Scheck über 33.000 Euro als Betriebskostenzuschuß für das zweite Halbjahr 2009.



Als kleines Dankeschön bekam er von Stationsleiter Brandes sein neues Buch „Findeltiere – aufziehen und auswildern“ überreicht. Dies ist ein Praxisratgeber zur Aufzucht elternloser Wildtiere und enthält viele Erfahrungen die während der Arbeit in der Wildtierstation gesammelt werden konnten. Detailliert wird dargestellt, wie unterschiedlichste einheimische Tierarten aufgezogen und wieder in die Natur entlassen werden können - und welcheTiere in Ruhe gelassen werden sollten.



Im Anschluß fand im Gasthaus Gerland die Jahreshauptversammlung statt, bei der, durch den Rücktritt von Jan-Uwe Heckel als 1. Vorsitzenden, Vorstands-Nachwahlen für den Vorstandsvorsitzenden und seinen Stellvertreter notwendig geworden waren. Herr Wolters dankt Jan-Uwe Heckel für sein wirken als 1. Vorsitzender. Uwe Wolters, selbst seit vielen Jahren Vorstandsmitglied, wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Klaus Otten. Dieser ist als Ornithologe seit vielen Jahren im Naturschutz engagiert und unterstützte die Wildtierstation als Vereinsmitglied auch in den vergangenen Jahren bereits, indem er die Zusammenarbeit zwischen der Wildtierstation und der Vogelwarte Helgoland betreute.


August 2009
Lions Club setzt sich für Wasserschildkröten ein

Mit großem Interesse besuchten am vergangenen Samstag rund 30 Mitglieder des Lions Club Steinhuder Meer e.V. die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen. Dr. Dagmar Schlemm und Mathias Bauer berichteten über die Arbeit und Aktivitäten der Wildtierstation. Dabei wurde auch die Problematik der vielen ausgesetzten Wasserschildkröten erläutert, die jährlich als Fundtiere in die Station eingeliefert werden. Besonders beeindruckt war die Gruppe von den Schnappschildkröten.



Mittlerweile werden 7 Tiere dieser Art in der Wildtierstation untergebracht, was erhebliche Platzprobleme verursacht. Die aus Nordamerika stammenden Schnappschildkröten erreichen eine Panzerlänge von etwa einem halben Meter und ein Gewicht von 16 kg. Sie können bei uns problemlos die Winter überstehen. Der Import und die Haltung dieser Tiere ist aufgrund der Gefahr der Faunenverfälschung mittlerweile verboten worden.



Um hier spontan Hilfe zu leisten überreichte der Lions Club eine Spende in Höhe von 500,- Euro zum Bau neuer Teiche, um die Wasserschildkröten besser unterbringen zu können. Die Wildtierstation dankt dem Verein herzlich für die Unterstützung dieser dringend notwendigen Verbesserungsmaßnahme.

August 2009
Wildtierstation Sachsenhagen unterstützt Wespenberatung im Landkreis Schaumburg

Jedes Jahr im Spätsommer erreichen zahlreiche Anrufe beunruhigter und verängstigter Mitbürger die Wildtierstation weil diese ein Wespennest in ihrem Wohnbereich entdeckt haben.

Wie alle wildlebenden Tiere unterliegen auch Wespen- und Bienenarten dem Bundes¬naturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung. Es ist daher verboten solche Nester mutwillig zu zerstören. Für solche Fälle koordiniert die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Schaumburg ein Team von Wespenberatern, um kompetente Beratung und im Ernstfall schnelle Hilfe anbieten zu können. Die Wildtier- und Artenschutzstation stellt hierfür ihren Mitarbeiter Jürgen Müller zur Verfügung, der nach umfangreicher Einarbeitung dem Team der Wespenberater im Landkreis angehört.


Wespenberater Jürgen Müller in der vom Landkreis Schaumburg gestellten Schutzkleidung zur Umsiedlung von Wespennestern

Was heißt Wespenberatung?

Oft entstehen die Ängste ganz aus Unwissenheit und Unverständnis. Wespen gelten schnell als aggressiv und gefährlich. Konflikte treten jedoch nur bei Fehlverhalten der Menschen auf. 


Dieses Nest der Deutschen oder Gemeinen Wespe wurde vor erst vor wenigen Tagen umgesiedelt. Da diese Art ihre Nester in Hohlräumen baut, wurde das Nest bei der Umsiedlung schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Wespenberater kann oft Missverständnisse durch eine kurze Beratung vor Ort aufklären. So lernen die Betroffenen viel über ihre „unheimlichen“ Mitbewohner und wie man sich richtig gegenüber diesen Tieren verhält. In den allermeisten Fällen kann ein Nest durchaus an seinem Platz verbleiben. Nur in wirklich unglücklichen Situationen wird ein Nest umgesiedelt. Eine Abtötung der Tiere verbietet sich von ganz allein, bedenkt man doch ihren Nutzen für Jedermann:
Alle Wespen und Bienen gelten weltweit als die wichtigsten Bestäuber von Blütenpflanzen. Sie spielen eine ökologische Schlüsselrolle in ihrem Lebensraum. Da Wespen im Gegensatz zu Bienen Ihre Brut mit tierischen Eiweißen ernähren, leisten sie auch zur biologischen Schädlingsbekämpfung einen nicht zu unterschätzenden Beitrag. Eine verbitterte Verfolgung der Tiere trägt, neben dem Lebensraumverlust, sehr zum Rückgang der Population bei. Einige Arten, wie zum Beispiel die Hornisse, sind in ihrer Existenz bereits so sehr gefährdet, dass sie als besonders geschützt geführt werden.


Hier ist die Umsiedlung bereits 3 Wochen her. Das Nest wurde von den Wespen weitest gehend repariert.

Da in jedem Landkreis mehrere Wespenberater in eingeteilten Bereichen tätig sind, sollte man sich bei Bedarf zuerst telefonisch an den Landkreis wenden. Dort wird der Kontakt zu dem jeweils zuständigen Wespenberater vermittelt:

Landkreis Schaumburg
Naturschutzamt
Tel: 05721 / 703-529

Juli 2009
Dank großzügiger Spende bekommen Schnitzel und Knödel einen neuen Stall

Bereits im Jahr 1784 wurde die Firma Stelling Holzbau in Sachsenhagen gegründet und noch heute nach mehreren Generationen handelt es sich um einen echten Familienbetrieb. So konnte man in diesem Jahr das 225jährige Betriebsjubiläum feiern. Dies nahm Famillie Stelling zum Anlass anstatt einer großen Feier der Wildtier- und Artenschutzstation eine Spende über 1000,- € zukommen zu lassen.


Margit Stelling überreicht Stationsleiter Dr. Florian Brandes einen Gutschein über 1000,- € der Firma Stelling Holzbau
Diese dienen dem Ausbau des ehemaligen offenen Unterstandes zu einem Stall für Haustiere. In diesem werden künftig neben den Hühnern auch die als Stationsmaskottchen beliebten Hausschweine Schnitzel und Knödel eine warme Box für den Winter bekommen. Es stehen aber auch weitere Boxen zur Verfügung, damit die Wildtierstation, wie schon desöfteren notwendig, kurzfristig bei der Unterbringung von entlaufenen oder in Not geratenen Haustieren wie Gänsen, Schafen oder Rindern aushelfen kann.


Stationshandwerker Jürgen Gehling beim Ausbau des Haustierstalles

Die Wildtierstation bedankt sich herzlich für diese großzügige Hilfe! Ohne solch wertvolle Unterstützung würde der Ausbau des Stationsgeländes nicht möglich sein.

Juli 2009
Nur für Frösche gefährlich  –  die Ringelnatter

Jedes Jahr im Sommer wenden sich besorgte Menschen mit einem scheinbaren Problem an die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen: Eine Schlange wurde im Garten entdeckt! Oft wird vermutet, dass es sich um entflohene, möglicherweise sogar giftige, Exoten handelt. Doch meist lässt sich leicht klären, um welche Art es sich wirklich dreht. Eine mal grünliche, dann wieder hellgraue bis fast schwarze Grundfärbung und vor allem zwei gelbe Flecken am Hinterkopf weisen eindeutig auf die häufigste heimische Schlangenart, die Ringelnatter, hin. Neben der Kreuzotter und der Schlingnatter ist sie der dritte Vertreter dieser Reptiliengruppe im norddeutschen Raum. Der Finder kann meist schnell beruhigt werden, denn nur die Hauptbeutetiere, Amphibien und Fische, müssen die Ringelnatter wirklich fürchten. Sie ist ungiftig und für Menschen völlig harmlos. Trotzdem ist es nicht empfehlenswert, ein gefundenes Tier anzufassen. Ringelnattern verfügen über ein übelriechendes Analsekret, das sie zu ihrer Verteidigung ausscheiden können. Außerdem stehen sie wie alle anderen heimischen Reptilien unter Naturschutz.


Kopfporträt einer erwachsenen Ringelnatter: Deutlich sind die gelben, halbmondförmigen Flecken im hinteren Kopfbereich zu sehen

Die Körpertemperatur von Schlangen ist wie bei allen anderen Reptilien weitgehend von der Außentemperatur abhängig. Für einen Nattern-Embryo im Ei stellt das wechselhafte Wetter in Mitteleuropa somit ein Problem dar. Schließlich braucht er für seine Entwicklung relativ konstante, eher hohe Temperaturen. Die Schlangenmutter legt daher ihre Eier in verrottenden Pflanzenmaterialien ab. Die Zersetzungswärme verschafft dem Nachwuchs optimale Bedingungen. Häufig wenden Ringelnattern diesen Trick in Komposthaufen an und es legen oft mehrere Weibchen gemeinsam an solchen Orten ihre Gelege ab. Immer wieder kommt es dann vor, dass  Gelege bei Gartenarbeiten „umgeschichtet“ werden. Dabei wird die Architektur des natürlichen Brutkastens durcheinander gebracht, sodass einfaches Zudecken der Eier nicht unbedingt genügt. Die Wildtierstation musste im Juli mehrere solcher Gelege aus einem Komposthaufen aufnehmen, die leider stark vorgeschädigt waren. Dennoch sind aus den etwa 50 Eiern in den letzten Tagen bereits drei kleine Ringelnattern geschlüpft. Die Mitarbeiter der Wildtierstation hoffen, dass noch weitere Jungtiere in der nächsten Zeit schlüpfen. Die jungen Schlangen werden demnächst an einer geeigneten Stelle ausgewildert.


Drei wenige Tage alte Ringelnattern die im Brutkasten der Wildtierstation geschlüpft sind.
Juli 2009
Wildtierstation eröffnet Sanitäre Einrichtungen für Besucher

Es hört sich selbstverständlich an - ist es aber nicht: In der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen stehen ab sofort komplett neu errichtete Sanitäre Einrichtungen für Besucher zur Verfügung.


Eingänge der sanitären Anlagen

„Wo geht es denn zu den Toiletten?“ ist eine durch Besucher der Wildtierstation häufig gestellte Frage. In den vergangenen Jahren zogen diese oft ein langes Gesicht, wenn ihnen die Mitarbeiter der Wildtierstation daraufhin nur die Nutzung einer Toilettenkabine anbieten konnten. „Auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände sind solche Einrichtungen für Besucherverkehr einfach nicht vorgesehen“, erklärt Stationsleiter Dr. Brandes. So wurde in diesem Frühjahr ein ehemaliger Generatorenraum zu Damen- und Herrentoiletten umgestaltet, die für Behinderte barrierefrei ausgestattet sind. Für den Fall, dass Kindergruppen im Rahmen der Umweltpädagogik künftig auf dem Gelände campieren, stehen auch Duschen zur Verfügung.



Finanziert wurde das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 35.000 Euro mit Hilfe der Niedersächsischen Umweltstiftung, der Umweltlotterie BINGO, der Stadt Sachsenhagen und dem langjährigen Projektpartner der Wildtierstation aktion tier – menschen für tiere. Ihnen allen dankt die Wildtierstation herzlich für die gewährte Unterstützung dieser wichtigen Verbesserung in der Infrastruktur des Stationsgeländes. Hiermit wurde eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Umweltpädagogik geschaffen, der einen zusätzlichen Anstieg der Besucherzahlen mit sich bringen wird.
Juni 2009
Europa kommt nach Sachsenhagen Wildtierstation

Der bei der Europawahl am 07. Juni als Abgeordneter ins Europäische Parlament gewählte Burkhard Balz hat noch kurz vor der Wahl die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen besucht.


Matthias Bauer begrüßt Burkhard Balz und die Mitglieder der CDU-Stadtgruppe bei ihrem Besuch in der Wildtierstation.

Im Rahmen einer Führung hat er sich über die verschiedenen Aufgaben der Wildtierstation informiert. Hierzu gehören die Pflege und Aufzucht von verletzten und verwaisten Wildtieren, die Aufnahme und Vermittlung beschlagnahmter Tiere ebenso wie Information und Beratung bei Problemen mit Wildtieren. Burkhard Balz zeigte sich beeindruckt von der vielfältigen Arbeit welche die Wildtierstation im Rahmen von Tier- und Artenschutz leistet.


Spontan hat Burkahard Balz die Patenschaft für einen verwaisten Steinmarder übernommen.


Auch der Königspython fand reges Interesse.

April 2009
Spielmannszug Lindhorst auf der Wildtierstation

Im November letzten Jahres erzielte der Spielmannszug Lindhorst auf dem Flohmarkt einen Erlös von 300 € und beschloss diesen einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Dazu besuchte eine Gruppe des Spielmannszuges in den Osterferien die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen. Unter Leitung des Umweltpädagogen Stefan Sauer erhielten die neun Kindern und vier Erwachsenen eine Führung über das Gelände. Neben den Volieren der Greifvögel und Eulen konnte das Frühlingserwachen im Insektenhotel beobachtet werden. Es herrschte Hochbetrieb bei Solitärbienen und Schlupfwespen. Auch die ersten Jungtiere von Eichhörnchen, Feldhasen und Stockenten waren schon zu sehen, während einige Igel nach dem Winterschlaf noch auf ihre Auswilderung warten. Spannend waren auch die Schlangen und anderen Reptilien im tropischen Raumklima der Innenanlagen. Doch besonders beliebt war wie immer der gesprächige Goffinkakadu mit seinen Schaueinlagen.


Im Anschluss an diese interessante Besichtigung überreichten Sylvia Schulte und Sven Zidorn einen Scheck über 300,- Euro. Wie Stationsleiter Dr. Florian Brandes erläutert erhält die Wildtierstation zwar Unterstützung durch das Land Niedersachsen und aktion tier e.V. könnte  ohne die zusätzliche Unterstützung von Tierfreunden nicht so viele Wildtiere in Not aufnehmen und versorgen, wie es derzeit mit rund 2000 Tieren im Jahr möglich ist. Deshalb bedankt sich die Wildtierstation sehr herzlich für dieses Engagement!


April 2009
Baumfällarbeiten gefährden Eichhörnchen-Nachwuchs
aktion tier und Wildtierauffangstationen bitten Gartenbesitzer um Rücksicht


Der Frühling kommt - wie schön! Überall grünt und sprießt es. In den Gärten wird schon eifrig geharkt, aufgeräumt und vor allem: Bäume werden beschnitten oder gefällt. Dabei sollte beachtet werden, daß im März bei den Eichhörnchen die Jungenaufzucht bereits in vollem Gange ist. Die Jungen, die ab Februar geboren werden, liegen zur Zeit noch hilflos in ihren Kobeln (Nestern).

Man sollte daher bereits einige Tage vor geplanten Baumschnitt- und Fällmaßnahmen die Umgebung und den Baum beobachten, um besser ausschließen zu können, dass sich kein Nest mit Jungen darin befindet. Einen deutlichen Hinweis gibt häufig das Muttertier selbst: Dieses zeigt bei direkter Störung am Baum deutlich, dass es sein Nest schützen will. Es läuft am Stamm auf und ab, rennt aufgeregt in der direkten Umgebung und um den Baum herum und warnt mit lauten Geräuschen.



Wurde beim „Frühjahrsputz“ im Garten ein Kobel entdeckt aber noch nicht ganz zerstört, sollten die Arbeiten unbedingt unterbrochen werden. Man muss dem Muttertier Zeit und Ruhe geben, um zum Kobel zurückzukehren. Es wird sich weiter um die Jungen kümmern und mit diesen in einen anderen Kobel umziehen. Jedes Eichhörnchen hat solche Ausweichnester. Ein Umzug mit allen Jungen ist auch aus anderen Gründen, z.B. Parasitenbefall im alten Kobel, nicht ungewöhnlich.

Kooperationspartner von aktion tier wie die Eichhörnchen-Hilfe Berlin-Brandenburg e.V. und die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen haben in den letzten Tagen schon viele Eichhörnchenjunge zur Aufzucht bekommen. „Die uns gebrachten Jungen sind häufig erst einige Tage bis zwei Wochen alt“, erzählt Tanja Lenn von der Eichhörnchen-Hilfe. „Je jünger die Tiere sind, desto schwieriger und aussichtsloser gestaltet sich deren Aufzucht. Es bricht einem das Herz dies zu sehen und zu wissen, dass die Mutter noch Tage später um ihre Jungen trauert“.
März 2009
Waschbärmütter klagen an!

Jedes Jahr werden vor allem in Hessen, Niedersachsen, Nord-Rhein-Westfalen und Brandenburg hunderte von Waschbärenkindern zu Waisen gemacht, weil Mitbürger im Glauben etwas Gutes zu tun angeblich verlassene Jungbären aufnehmen. Dabei werden diese aus Sicht der Waschbärmütter schlichtweg entführt – und zwar in die ungewisse Zukunft falscher Aufzucht, Fehlprägung und lebenslanger Gefangenschaft!

Dr. Ulf Hohmann, führender Waschbärenexperte in Deutschland, der seine Doktorarbeit über das Verhalten frei lebender Waschbären geschrieben hat, gibt folgenden Rat:
„Einzelne Waschbärenwelpen, die Sie im Hause oder Garten finden, sind in der Regel nicht verwaist. Waschbärenjunge können in den ersten zwei Lebensmonaten der Mutter noch nicht folgen und bleiben dann oft stundenlang alleine. Berühren Sie also nach Möglichkeit Jungbären nicht, lassen Sie diese an Ort und Stelle ungestört. Sorgen Sie lediglich dafür, dass die Jungtiere ggf. vor Hunden oder anderen Gefahren geschützt sind. In den meisten Fällen wird die Mutter schon in der kommenden Nacht Ihren Nachwuchs aufsuchen und wieder versorgen.“
Bleiben Jungtiere jedoch länger als einen Tag unversorgt, und leiden Hunger, ist vom zuständigen Amtstierarzt zu prüfen, ob die Tiere eingefangen und notversorgt werden müssen.


Nach dem Bundesjagdgesetz § 22 Absatz 4 gilt ferner, dass Elterntieren, die noch nicht selbstständige Jungtiere führen (sog. Setzzeiten), grundsätzlich und unabhängig von den Jagdzeiten, nicht nachgestellt werden darf. Das gilt auch für Tierarten wie dem Waschbär, die oftmals in so genannten befriedeten Bezirken z.B. auf Privatgrundstücken leben. Man geht davon aus, dass Waschbärjunge bis August von ihren Müttern abhängig sind. Daher sollte grundsätzlich das Fangen und Töten von Waschbären (man kann Männchen von Weibchen in der Regel erst nach dem Töten voneinander unterscheiden), von April bis August unterlassen werden.

März 2009
Besuch der Partneruniversität Universidade Federal Fluminense in Brasilien 

Während einer Brasilienreise im Februar 2009 hat Stationsleiter Dr. Florian Brandes verschiedene Artenschutzprojekte im Küstenregenwald (Mata Atlantica) besucht. Durch die Abholzung, die hauptsächlich im 20. Jahrhundert stattfand, wurde die Fläche dieses wertvollen Lebensraumes extrem reduziert. Die Mata Atlantica ist heute einer der am meisten bedrohten tropischen Wälder. Die Biodiversität ist eine der höchsten der Welt, obwohl nur noch unzusammenhängende Reste bestehen. Insgesamt existieren nur noch 1 – 2 % der ursprünglichen Fläche.

Während der Reise stand natürlich auch ein Besuch der Universidade Federal Fluminense (UFF) in auf dem Programm. Zwischen der Wildtierstation und der hier ansässigen Arbeitsgruppe „Ecologia e Medicina de Animais Selvagens“ (Ökologie und Wildtiermedizin) besteht seit dem Jahr 2007 eine Kooperation zum Austausch von Praktikanten die in Zukunft auch zur Fortbildung innerhalb eines Masterstudienganges ausgebaut werden soll.

Die Arbeitsgruppe führt unter der Leitung von Prof. Dr. Savio F. Bruno neben der klinischen Versorgung von Wildtieren auch Projekte zum Schutz verschiedener Tierarten wie dem Dunkelsäger (Mergus octosetaceus) oder dem Restinga-Ameisenfänger (Formicivora littoralis) durch.

Prof. Dr. Bruno mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Ökologie und Wildtiermedizin“ in der Tierklinik der UFF.

Ein Pärchen Hyazintharas in einer Zuchtstation für bedrohte Papageien.




März 2009
Schneeschaden behoben: Wasservogelvoliere wieder aufgebaut 

Spontane Spenden haben es möglich gemacht: Die große Wasservogelvoliere konnte wieder aufgebaut werden! Das Gehege war im November unter der Schneelast eingestürzt und stellte die Mitarbeiter der Wildtierstation zunächst vor ein großes finanzielles Problem.

Der Wiederaufbau konnte mit viel Eigenarbeit, diversen Materialspenden sowie Geldspenden bewältigt werden. "Es hat uns sehr gefreut, so viel Hilfsbereitschaft zu erfahren.", sagt die kfm. Geschäftsführerin Sylvia Cölle. "Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an alle Spender und Helfer!"

Wasservogelvoliere



Februar 2009
Wohnungsbau für den Eisvogel
Stadtsparkasse Wunstorf unterstützt FÖJ-Projekt der Wildtierstation

Als Vogel des Jahres gilt ihm viel Öffentlichkeit, doch in der Natur bekommt man ihn nur mit etwas Glück und geübtem Auge zu sehen: den Eisvogel. Er zählt zu den stark gefährdeten Arten, weil es für ihn immer schwerer wird, Nistplätze zu finden. Eisvögel brüten in den Abbruchkanten von Flüssen, Bächen und gelegentlich auch in Wurzeltellern umgestürzter Bäume. Natürliche Abbruchkanten werden jedoch im Zuge von Wasserbaumaßnahmen oft befestigt.

Katharina Rübsam und Christoph Sixt, die als Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in der Wildtierstation beschäftigt sind, fassten den Entschluss: „Wir helfen dem Eisvogel durch den Bau von Nistkästen!“ Während des FÖJ ist es üblich, sich einem speziellen Projekt zu widmen. Dass der Wohnungsbau für Eisvögel eine ganz besondere Herausforderung darstellt, wurde bei der Recherche bald deutlich. Einen Kubikmeter misst der Wohnblock, der eine Ufersteilwand vortäuschen soll. In ihm befinden sich zwei Brutröhren aus Holzbeton, der gesamte Block wird mit Lehm aufgefüllt. Dann galt es, geeignete Standorte zu finden, ein Konzept zu erarbeiten, Material einzukaufen, und vieles mehr.

Die beiden Naturschützer freuen sich, dass die Stadtsparkasse Wunstorf das Projekt in der Startphase durch eine Zuwendung in Höhe von 350 Euro unterstützte. Jedoch ist noch eine Finanzierungslücke von knapp 600 Euro zu schließen, um das Vorhaben zu einem erfolgreichen Ende führen zu können.

Nisthilfe für Eisvögel
Ungewöhnliches Bauwerk am Gewässer-Rand: FÖJ-Teilnehmer Christoph Sixt führt letzte Arbeiten an der Eisvogel-Nisthilfe aus.

Eine Nisthilfe wurde bereits an der Sachsenhäger Aue aufgestellt, ein weiterer Standort ist an einem Teich auf dem Stationsgelände vorgesehen. Für die Besucher der Wildtierstation werden die gewonnenen Erkenntnisse als Nistkasten-Modell auf dem Naturlehrpfad zu sehen sein.

Die Wildtierstation bittet um Spenden unter dem Kennwort "Eisvogel-Projekt" auf Konto 106 617 bei der Stadtsparkasse Wunstorf (BLZ 251 524 90).



Februar 2009
Rückblick der Wildtierstation auf das Jahr 2008

Wie in den großen Zoos wird auch in der Wildtierstation zum Jahreswechsel Inventur gemacht, und der aktuelle Tierbestand wird mit dem im Computer abgeglichen. Rückblickend kann Stationsleiter Dr. Florian Brandes eine positive Bilanz ziehen. Insgesamt 2039 Tiere fanden im vergangenen Jahr Aufnahme in der Wildtierstation. „Die höchste Tierzahl, seit dem wir die Auffangstation betreiben.“, so Brandes. „Allein im Monat Juli waren 399 Neuzugänge zu verzeichnen. So viel wie nie zuvor innerhalb eines Monats!“

Spitzenreiter waren die Igel (248 Tiere) gefolgt vom Turmfalken (87). Auf den nächsten Rängen der „Top Ten“ finden sich: Amsel (83), Gefleckter Walzenskink (81), Stockente (80), Ringeltaube (68), Mauersegler (68), Brief-/Stadttaube (56), Haussperling (53) und Eichhörnchen (51). Als besondere Pflegegäste wurden unter anderem Fischadler, Rauhfußbussard, Kornweihe, Ziegenmelker, Schwarzspecht und drei Flussregenpfeifer betreut.

Jetzt im Winter ist es ruhig in der Wildtierstation, aber die Vorbereitungen für die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren. Die Vorräte an Insekten zur Jungvogelaufzucht und verschiedene Milchsorten für die Säugerbabys müssen eingekauft werden. Gehege werden renoviert und neu eingerichtet. Brandes: „Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr wieder möglichst vielen Wildtieren in Not helfen können und freuen uns über Unterstützung in Form von Spenden oder die Übernahme von Tierpatenschaften.“



Dezember 2008
Pavillon für umweltpädagogische Zwecke fertig gestellt

In einem langfristigen Konzept hat die Wildtierstation den weiteren Ausbau der Umweltpädagogik definiert. Es ist vorgesehen, die einzelnen Punkte des Konzeptes schrittweise zu verwirklichen. Nachdem das Teilprojekt „Naturlehrpfad“ bereits im Sommer 2007 umgesetzt werden konnte, ist mit der Fertigstellung des Pavillons nun ein weiterer wichtiger Schritt in dieser Richtung vollbracht.

Der Holzpavillon konnte mit finanzieller Unterstützung durch die Umweltlotterie BINGO! errichtet werden und wird künftig Besuchergruppen während ihres Aufenthalts auf dem Stationsgelände als zentraler Anlaufpunkt zur Verfügung stehen.

Herzlicher Dank gilt an dieser Stelle auch unserem Kooperationspartner, der Bildungsvereinigung "Arbeit & Leben Stadthagen", deren Mitarbeiter den Erdaushub und den Bau der Bodenplatte durchführten.

Pavillon




Dezember 2008
Reptilien müssen ausziehen

Wegen Renovierungsarbeiten müssen die Reptilien in der Wildtierstation näher zusammenrücken. Der größte von vier Reptilienräumen, in dem zeitweise bis zu 50 Reptilien untergebracht sind, muss dringend saniert werden. Die hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit haben zu Schimmelbildung geführt. "Bei einer so intensiven Nutzung der Räumlichkeiten ist die regelmäßige Überprüfung und Erneuerung normal.", erklärt Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Jetzt müssen Wände und Fußboden gestrichen und die Raumbelüftung verbessert werden. Auch die Terrarien müssen gewartet und die Beleuchtung und Filtertechnik ausgebessert werden.

Die Tiere müssen während dieser Zeit auf die anderen Reptilienräume verteilt werden. Einige konnten, ihrem natürlichen Jahresrhythmus entsprechend, in die Winterruhe geschickt werden. Eine Anakonda wurde aus Platzmangel sogar auf die Reise in das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde geschickt, wo die Riesenschlange vorübergehend untergebracht werden kann.

Aufgrund der Arbeiten ist zurzeit auch bei den täglichen Führungen die Reptilienhaltung nur eingeschränkt zu besichtigen.

Bartagamen



November 2008
Schneelast bringt Voliere zum Einsturz
Finanzielle Mittel für den Wiederaufbau fehlen

Betroffenheit in der Wildtierstation: Die Schneelast hat am Wochenende die große Voliere für Wasservögel zum Einsturz gebracht. Erst im Jahr 2006 hatten die Mitarbeiter das knapp 700 m2 große Gehege erweitert und die gesamte Fläche mit einem Spezialnetz überdacht. Doch der nasse Schnee sammelte sich auf dem Netz, bis das Geflecht dem Gewicht nicht mehr standhielt. Nun liegt das Netz zerrissen am Boden und auch die Umzäunung wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Das trifft uns hart!“, sagt Stationsleiter Florian Brandes, „Zum Glück sind keine Tiere zu Schaden gekommen.“ Die Tiere wurden zunächst provisorisch in anderen Gehegen und Volieren untergebracht. „Die Voliere ist für uns unverzichtbar.“, so Brandes, „Wir müssen so schnell wie möglich alles wieder aufbauen, aber uns fehlen derzeit die finanziellen Mittel, um diesen unvorhersehbaren Notfall zu bewältigen.“

eingestürzte Voliere



November 2008
Marienkäfergruppe in der Wildtierstation
Kindergartenkinder übernehmen Tierpatenschaft

Die Kinder der Marienkäfergruppe aus dem Kindergarten Eilsen haben sich in den vergangenen vier Wochen intensiv mit dem Thema „Igel“ beschäftigt. Mit viel Begeisterung trugen sie Geschichten und Bilder über die stachligen Gesellen zusammen und gestalteten in ihrem Kindergarten eine Wand mit dem gesammelten Material. Ein besonderes Erlebnis im Rahmen des Igelprojektes war der Besuch in der Wildtierstation in Sachsenhagen. Hier entstand spontan der Wunsch: „Wir möchten die Patenschaft für einen Igel übernehmen!“

Bei einem erneuten Besuch sollte nun die Patenschaftsurkunde überreicht werden. Aber: Alle Kinder wollten unbedingt dabei sein! So musste schließlich die „Zauberflasche“ bei der Entscheidung helfen – nach dreimaligem Flaschendrehen war klar, dass Janina, Marie und Ronan gemeinsam mit Sabine Glesinski und Sonja Harmening in die Wildtierstation fahren durften, um die Urkunde in Empfang zu nehmen.

Überreichung der PatenschaftsurkundeStolz nehmen Ronan, Janina und Marie (v.r.) die Patenschaftsurkunde in Empfang.Im Hintergrund (v.r.): Elternvertreterin Sonja Harmening, Kindergartenleiterin Sabine Glesinski und Sylvia Cölle, kfm. Geschäftsführerin der Wildtierstation.



August 2008
Fortbildung für Tiermedizinische Fachangestellte in der Wildtierstation

Auch in diesem Jahr haben zwei Klassen der Alice-Salomon Berufsschule in Hannover das Angebot der Wildtierstation genutzt, den Umgang mit Reptilien, Papageien und Greifvögeln zu erlernen. „Wie fixiert man eine Schlange für die Untersuchung?“ oder „Wie holt man einen verletzten Greifvogel aus dem Karton?“ sind Fragen, die in der Praxis gelegentlich vorkommen aber kaum geübt werden können. Deshalb bietet die Wildtierstation schon seit mehreren Jahren diese Fortbildung für die Auszubildenden zur tiermedizinischen Fachangestellten an. Unter Anleitung von Stationsleiter Dr. Florian Brandes können solche Situationen geübt und alle Fragen hierzu beantwortet werden.

Fortbildung

Halten einer Schlange



September 2008
Pavillon nimmt Gestalt an

Die Bauarbeiten an unserem Pavillon gehen zügig voran. Das massive Ständerwerk aus Eichenstämmen und der Ringanker sind bereits errichtet, als nächstes wird die Dachkonstruktion angebracht...

Pavillon




August 2008
Erfolgreiches Sommerfest in der Wildtierstation
Strahlender Sonnenschein und viele Besucher sorgen für gute Stimmung und hohes Spendenaufkommen

Das diesjährige Sommerfest stand unter dem Motto „Ein Platz an der Sonne für unsere Schildkröten“. Schon seit längerer Zeit war die Errichtung eines Gewächshauses geplant, in dem die wärmeliebenden Reptilien optimal untergebracht werden können. Dank des guten Wetters und der hohen Besucherzahl von vermutlich über 3000 Personen steht der hierfür erforderliche Spendenbetrag nun zur Verfügung.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung eines Schecks in Höhe von 33.000 Euro von „Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V.“ durch Vorstandsmitglied Rainer Schnitker. Stationsleiter Florian Brandes bedankte sich und machte deutlich: „Seit die Wildtierstation vor vier Jahren die Tierschutzorganisation Aktion Tier als Projektpartner mit ins Boot genommen hat, erwies sich diese als starker und zuverlässiger Partner. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, einen Teil der laufenden Betriebskosten zu decken und ist maßgeblich daran beteiligt, dass in der Wildtierstation inzwischen ein hoher Entwicklungsstand erreicht wurde.“

Scheckübergabe
Rainer Schnitker (2.v.r.), Vorstandsmitglied von "Aktion Tier - Menschen für Tiere e.V.", überreicht den Spendenscheck, der von Uwe Wolters, Dr. Florian Brandes und Sylvia Cölle (v.r.), Vorstandsmitglieder der Wildtierstation, entgegen genommen wird.

Das Team der Wildtierstation hatte ein buntes Programm vorbereitet. Bei den Indianerzelten spielten die Kinder, geschmückt mit Stirnbändern, Federn und bunter Gesichtsbemalung und hielten mit Begeisterung ihre Stockbrote über das Lagerfeuer.
Unter fachkundiger Anleitung konnten Nistkästen gebaut werden.

An den verschiedenen Ausstellungsständen wurden Informationen über Tier- und Naturschutz bereitgehalten. Die Igelschutzinitiative e.V. aus Laatzen informierte über ihre Arbeit und am „offenen Bienenkorb“ gab Imker Heinrich Schön Einblicke in das emsige Leben der Bienen. Dicht umlagert war das Infomobil der Kreisjägerschaft, wo Reinhold Siegmann die verschiedenen heimischen Wildtiere als ausgestopfte Präparate zeigte.

„Eine gelungene Veranstaltung“, freut sich Geschäftsführerin Sylvia Cölle und sagt auf diesem Wege ein herzliches DANKESCHÖN an die über 40 eifrigen Helfer, die zum guten Gelingen beigetragen haben!

Stockbrot


Spiele

Sommerfest

Einige Schnappschüsse von diesem Tag haben wir für Sie in einer Sommerfest-Fotogalerie  zusammen gestellt!



Juli 2008
Pavillon für umweltpädagogische Zwecke
Jährlich mehr als 5000 Besucher in der Wildtierstation


Steigende Besucherzahlen stellen die Wildtierstation auch im Hinblick auf die Ausstattung des Betriebsgeländes vor ganz neue Herausforderungen. Mit finanzieller Unterstützung durch die Bingo-Umweltlotterie wird nun ein Holzpavillon errichtet, der künftig Besuchergruppen während ihres Aufenthalts auf dem Stationsgelände als zentraler Anlaufpunkt zur Verfügung stehen wird. Insbesondere im Rahmen der Umweltbildung soll der Pavillon als wettergeschützter Bereich der Durchführung von Gruppenarbeiten dienen.
 

Pavillon

Mitarbeiter der Bildungsvereinigung "Arbeit & Leben" pflastern die Grundfläche für den Pavillon. 

Mehr als 5000 Besucher aller Altersgruppen nutzen jährlich die verschiedenen Angebote der Wildtierstation, sich vor Ort über Natur- und Artenschutz zu informieren. „Die Umweltpädagogik nimmt einen sehr hohen Stellenwert in unserer Arbeit ein“, erläutert Geschäftsführerin Sylvia Cölle und verweist auf das umfangreiche Programm der Aktionstage für Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr umfasst es zwanzig Termine zu den verschiedenen naturbezogenen Themen. Zusätzlich finden in den Sommerferien 14 Ferienpassaktionen auf dem Stationsgelände statt. „Ohne die kompetente Unterstützung durch die Biologen Dr. Dagmar Schlemm, Wolfgang Nülle und Stefan Sauer könnten wir das gar nicht bewältigen!“, gibt Sylvia Cölle zu bedenken, „Sie sind als freie Mitarbeiter tätig und organisieren auch Stationsführungen für Kindergartengruppen, Schulklassen und Kindergeburtstage.“

  

Juli 2008
Wildtierstation nun auch Ausbildungsbetrieb für Bürokaufleute

Im Juli 2008 hat die Industrie- und Handelskammer die Wildtierstation als Ausbildungsbetrieb für Bürokaufleute anerkannt.

Geschäftsführerin Sylvia Cölle erwarb die Ausbildereignung.



Mai 2008
Europäischer Tag der Parke 2008

Am Sonntag, 25. Mai fand im Naturpark Steinhuder Meer der "Europäische Tag der Parke" statt. Veranstaltungsort war das historische Scheunenviertel in Steinhude.

Wir hatten unser großes Indianerzelt aufgebaut und das Lagerfeuer qualmte ordentlich, während die Kinder ihre Stockbrote darüber brieten. Manch einer wagte den Griff in unsere Fühlbox, denn es galt, den Inhalt der fünf Kammern zu ertasten. Vier davon waren mit „tierischen“ Dingen wie Federn, Schlangenhaut oder einem weichen Fell gefüllt – eine dagegen mit den Früchten eines heimischen Laubbaumes. Auf den Fotos kann man sehen, dass alle viel Spaß hatten.

Lagerfeuer

Stirnbänder basteln

Fühlbox

Unterstützt wurden wir auch in diesem Jahr durch das Team der Sielmanns-Natur-Ranger. Die jungen Ranger stellten den Besuchern ihre Arbeiten zum Thema „Tierspuren“ vor. Mit viel Ausdauer waren sie in den vergangenen Wochen unterwegs, um in Wald und Feld Gipsabdrücke von Tierspuren zu erstellen. Große und kleine Besucher hatten nun am Info-Stand der Ranger die Gelegenheit, anhand dieser Gipsmodelle eigene Abdrücke in Ton anzufertigen.

Tonarbeiten

Tierspuren




Mai 2008
VHS-Veranstaltung:
Geheimnisvolle Welt der Fledermäuse

Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen hat ihr Programm im Bereich der Umweltbildung erweitert und bietet nun in Zusammenarbeit mit der VHS Schaumburg auch Veranstaltungen für Erwachsene an.

Unter dem Motto „Fledermäuse – un/heimliche Nachbarn?“ trafen sich zwölf Teilnehmer in der Wildtierstation, um unter Anleitung der Biologin Dagmar Schlemm mehr über Biologie und Lebensweise dieser fliegenden Säugetiere zu erfahren. Im Mittelpunkt standen dabei die vier häufigsten Fledermäuse der Region. Die Teilnehmer erfuhren, durch welche besonderen Merkmale diese vier Arten im Freiland unterschieden werden können. Neben Erscheinungszeitpunkt, Jagdraum und Flugverhalten sind dies die Ortungsrufe, mit denen sich Fledermäuse bei ihrem Flug durch die Nacht orientieren. Mit speziellen Geräten, den BAT-Detektoren, können diese Ultraschallrufe für den Menschen hörbar gemacht werden. Dagmar Schlemm stellte die vier verschiedenen Rufe vor und erklärte die Unterschiede. Anschließend konnte eine Fledermaus, die als Dauerpflegefall in der Wildtierstation lebt, aus nächster Nähe betrachtet und mit dem Detektor „belauscht“ werden.

Auf diese Weise bestens vorbereitet startete die Gruppe bei Einbruch der Dämmerung zu einer Exkursion am Hagenburger Kanal. Dort wurden über den Wiesen zunächst zahlreiche Große Abendsegler bei der Jagd beobachtet. Mit den Detektoren waren die Ultraschalllaute der jagenden Tiere laut hörbar. Später konnten auch einige Wasserfledermäuse bei ihrem Flug dicht über der Wasseroberfläche des Kanals gesichtet werden. Als die Teilnehmer sich bereits auf dem Rückweg zu den Fahrzeugen befanden, wurden plötzlich deutliche Signale einer Mückenfledermaus geortet, die im Bereich der Straßenlaternen Insekten jagte. „Ein schöner Abschluss!“, fanden die Teilnehmer – auch wenn es nicht gelang, die kleine Fledermaus zu sehen.
 

fledermaus

Eine Fledermaus, die als Dauerpflegefall in der Wildtierstation lebt, konnte aus nächster Nähe betrachtet werden. 

Warten auf die Wasserfledermäuse

Am Hagenburger Kanal: Beobachtung der Wasserfledermäuse.



Mai 2008
Tierpaten erleben exklusive Stationsführung

Am Wochenende war es wieder einmal soweit: Das Team der Wildtier- station hatte zum dritten „Tierpatentag“ eingeladen.

Die Familie der Tierpaten wächst beständig. Unter dem Motto „Tierische Freunde“ konnten bereits 156 Tierpatenschaften vermittelt werden. Als besonderes „Bonbon“ erwartet die Tierfreunde eine exklusive Stationsführung, bei der die Mitarbeiter Einblicke in ihre Arbeit geben und viel über die aktuellen Pflegegäste zu berichten wissen.

„Wir kommen immer wieder gerne hierher“, war dann auch die einhellige Meinung der Besucher – einige sind bereits mehrfache Tierpaten und bei jedem Treffen gespannt, von den Veränderungen und Neuigkeiten in der Wildtierstation zu erfahren. So zählt zum Beispiel das Ehepaar Renate und Karl-Heinz Tute zu den „Wiederholungstätern“. Ihnen liegt das Wohlergehen der heimischen Feldhasen besonders am Herzen und sie unterstützen die Aufzucht der kleinen Tierfindlinge regelmäßig mit einer Patenschaft.

Neben Feldhasen werden in der Wildtierstation auch Eichhörnchen, Rehkitze und Wildschweine, aber auch die verschiedensten Greifvögel und Eulen versorgt. Reptilienfreunde können Patenschaften für Grüne Leguane, Schlangen oder Landschildkröten übernehmen. Auch einige Papageien warten noch auf Paten. Die Einnahmen aus den Patenschaften werden für Futter, Medikamente und die weitere Verbesserung der Tierhaltung verwendet. Tierfreunde nehmen so direkten Anteil an den Aufgaben des Tier- und Artenschutzes.

Stationsführung

Vorstandsvorsitzender Jan-Uwe Heckel beantwortet die vielen Fragen der Tierpaten.

Blick in die Gehege

Vorsichtiger Blick in die Greifvogelvoliere

Frischling

Auch Frischling "Jannis" hat nun einen Tierpaten.

  

Februar 2008
Fertigstellung der Papageienräume
Ausbau im Pflegebereich beeindruckt Sponsoren

Nach der Fertigstellung der Papageienräume stehen in der Wildtierstation nun Innen- und Außenvolieren als funktionelle Einheit für die Unterbringung dieser anspruchsvollen exotischen Tiere zur Verfügung.

Ermöglicht wurde die Baumaßnahme mit finanzieller Unterstützung durch den „Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V.“ (VNT), sowie durch umfangreiche Materialspenden der Mindener Firma „Rose und Krieger GmbH“. Hier besteht schon seit geraumer Zeit eine wertvolle Zusammenarbeit: Fehlerhafte oder falsch gemessene Aluprofile werden von der Mindener Firma nicht entsorgt bzw. dem Recycling zugeführt, sondern finden in der Wildtierstation dankbare Abnehmer und sinnvolle Verwendung im Volierenbau.
Auf diese Weise konnten drei Innenräume des Stationsgebäudes für die artgerechte Unterbringung von Papageien ausgestattet werden. Die Tiere gelangen nach behördlicher Beschlagnahmung oder als Abgabetiere in die Wildtierstation und sind oft in einem sehr schlechten Zustand. Bei einem Rundgang durch den Pflegebereich erläuterte Stationsleiter Dr. Florian Brandes den Förderern die Einzelschicksale einiger Pflegefälle. Als Folge jahrelanger Einzelhaltung komme es zu Federrupfen, aber auch zu aggressivem Verhalten gegenüber Artgenossen. Für die Resozialisierung sei die Vergesellschaftung mit anderen Papageien daher besonders wichtig.
Als bestes Beispiel präsentierte Brandes zwei Goffin-Kakadus, die in der Wildtierstation nach jahrelanger privater Einzelhaltung zusammengefunden haben. Bereits zum zweiten Mal ziehen sie nun ihren Nachwuchs auf.

Stationsrundgang

Bei einem Rundgang über das Stationsgelände zeigten sich (v.r.) der Geschäftsführer des VNT, Heiko Schwarzfeld, sowie Dirk Howe und André Fechner von der Mindener Firma Rose und Krieger beeindruckt von den Ausbau-Fortschritten in der Wildtierstation (links: Vorstandsmitglieder Jan-Uwe Heckel und Sylvia Cölle).

  

Dezember 2007
Aktion Tier: Soforthilfe für Gehege-Erweiterung
Erweiterung des Außengeheges für Prinz-Alfred-Hirsche

Wir freuen uns, dass es mit Unterstützung unseres Projektpartners „Aktion Tier“ gelungen ist, die Erweiterung des Außengeheges für die Prinz-Alfred-Hirsche kurzfristig durchzuführen.

Um die Haltungsbedingungen noch zu verbessern und um gleichzeitig die Möglichkeit zu schaffen, noch einige Tiere mehr pflegen zu können, wurde das Gehege um das Fünffache seiner bisherigen Größe erweitert. Den Tieren steht nun eine Fläche von etwa 1.200 m2 mit trockenen und sonnigen Bereichen zur Verfügung. Die umfangreichen Bauarbeiten wurden durch Arbeitsleistung der Mitarbeiter von „Arbeit & Leben“ Stadthagen erbracht.


Prinz-Alfred-Hirsch

Die Wildtierstation beherbergt im Rahmen eines Erhaltungszucht-
programms eine Junggesellengruppe Prinz-Alfred-Hirsche. Diese seltene Hirschart ist auf den Philippinen beheimatet. Die Bejagung und die großflächige Zerstörung ihres Lebensraums haben die Art an den Rand des Aussterbens gebracht, so dass der Gesamt-Weltbestand nur noch etwa 400 Tiere zählt.


  

November 2007
Zeitungen für unsere Igel
Spontane Hilfe durch die "Schaumburger Nachrichten"

Wer schon einmal einen Igel aufgepäppelt und überwintert hat, der weiß welche Mengen Zeitungspapier dafür benötigt werden. Die Zeitungen dienen als Unterlage und Nestmaterial und müssen täglich erneuert werden. So ist es in diesen Tagen in der Wildtierstation zu einem regelrechten „Zeitungsnotstand“ gekommen, denn hier werden derzeit 50 Igel versorgt und auf den Winterschlaf vorbereitet. Praktikantin Jaqueline Bund versorgt die kleinen Igel mit Katzen- und Igelfutter, bis sie ein Gewicht von 500 bis 600 Gramm erreicht haben und in ihr Winterquartier im Bunker gebracht werden können.

So kam es, dass die Redaktionsmitarbeiter der Schaumburger Nachrichten einen ungewöhnlichen Hilferuf aus der Wildtierstation erhielten. Doch mit ihrer Unterstützung konnte der Engpass schnell und unkompliziert behoben werden. SN-Mitarbeiter Michael Seidel brachte eine ganze Wagenladung Zeitungspakete in die Wildtierstation. Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön!!!


Zeitungen für die Igel

SN-Mitarbeiter Michael Seidel (Mitte) brachte eine ganze Wagenladung Zeitungen in die Wildtierstation. Praktikantin Jaqueline Bund und Tierpfleger Jürgen Müller (v.l.) haben derzeit 50 Igel zu versorgen! Foto: Mirja Weber


  

November 2007
Treffen niedersächsischer Auffangstationen in Sachsenhagen
Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Wildtierstation

Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen ist eine der größten Auffangstationen in Niedersachen und war im November Veranstaltungsort für das „Treffen der Betreuungsstationen in Niedersachsen“.

Das Treffen, zu dem Betreiber von Auffangstationen und Vertreter der Unteren Naturschutzbehörden eingeladen waren, diente auch in diesem Jahr dem Wissens- und Erfahrungsaustausch. Ziel der Veranstaltung war die Kontaktpflege zwischen den Stationen ebenso wie die Diskussion von Standards in der Wildtierpflege. Neben dem wechselseitigen Austausch erwartete die knapp vierzig Teilnehmer zusätzlich eine Fortbildung. Es referierten Dr. Christine Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V. aus Frankfurt und Marko Legler, Tierarzt und Mitarbeiter der tierärztlichen Hochschule in Hannover.

Bei einem Stationsrundgang zeigten sich die Besucher beeindruckt von der Qualität und dem Umfang der Unterbringungsmöglichkeiten für Tiere in der Wildtierstation. Insbesondere die drei Papageienräume, die erst in diesem Jahr ausgebaut wurden, fanden großen Beifall bei den fachkundigen Gästen.

Mauersegler

Bei der Handaufzucht von Mauerseglern dürfen ausschließlich Insekten gefüttert werden. Die Verwendung anderer Futtermittel hat gravierende Gefiederschäden zur Folge (siehe links im Bild).
Foto: Dr. Christine Haupt

Röntgenbild

Immer wieder werden Tiere mit verschluckten Angelhaken (hier bei einem Graureiher) in den Wildtierstationen eingeliefert. Die operative Entfernung ist schwierig. Foto: Marko Legler


  

November 2007
Vom Pilotprojekt zur bundesweiten Erfolgsstory
20 Jahre "Freiwilliges Ökologisches Jahr" in Niedersachsen

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) hat vor 20 Jahren 1987 in Niedersachsen als Pilotprojekt seinen Anfang genommen und sich seit dem zu einer bundesweiten Erfolgsstory entwickelt. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich ein Jahr für Umwelt- und Naturschutz zu engagieren. Insgesamt 25 Tage Umweltschulung sollen Verantwortlichkeit und Handlungsbereitschaft wecken und dienen darüber hinaus der Begegnung und dem Erfahrungsaustausch mit Teilnehmern aus anderen Einsatzstellen.

Anlässlich des Jubiläums dankte Umweltminister Hans-Heinrich Sander vor etwa 300 Gästen allen, die „das FÖJ mit Leben erfüllt haben“. Standen im ersten Jahr nur 32 FÖJ-Plätze zur Verfügung, sei die Zahl heute auf 195 angestiegen. Dem stünden jedoch jährlich mehr als 600 Bewerbungen gegenüber.

Auch für die Wildtierstation sind die freiwilligen Helfer eine wertvolle Unterstützung. Ohne sie wären bestimmte Angebote wie die tägliche Stationsführung nicht zu leisten. Bereits 16 Teilnehmerinnen nutzten in den vergangenen Jahren diese Möglichkeit zur Orientierung und widmeten sich in der Wildtierstation zwölf Monate dem Umwelt- und Artenschutz. Fast alle bestätigen, sie seien in dieser Zeit „gewachsen“, selbstständiger und selbstsicherer geworden.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhalten die FÖJ-Teilnehmer ein monatliches Taschengeld in Höhe von 155 Euro. Häufiger Grund für Kritik aus den Kreisen der Teilnehmer - denn bereits beim Start des Projektes betrug die Vergütung 300 DM, wurde also während der zurückliegenden 20 Jahre nicht erhöht.

Doch es gibt Hoffnung: Vier Abgeordnete der im Niedersächsischen Landtag vertretenen Fraktionen hoben in ihren Statements das ehrenamtliche Engagement der FÖJ-Teilnehmer hervor und sicherten zu, sich für eine baldige Erhöhung des Taschengeldes einzusetzen. Ihre einhellige Meinung: „Dieser Idealismus soll nicht nur mit Worten unterstützt werden!“

  

November 2007
"Tierische Freunde" in der Wildtierstation
Exklusive Stationsführung für Tierpaten

Bereits zum zweiten Mal hat die Wildtierstation zum „Tag der Tierpaten“ eingeladen. Im Gegensatz zu der Veranstaltung im Frühjahr waren dieses Mal – wahrscheinlich aufgrund des schlechten Wetters - nur wenige Paten der Einladung gefolgt. Um so intensiver und familiärer konnten sie eine ganz individuelle Stationsführung erleben. Insbesondere die Vorstellung einiger Greifvogelpfleglinge stieß auf großes Interesse. Das Fachpersonal der Wildtierstation berichtete über das falknerische Training junger Wanderfalken als Vorbereitung auf deren Auswilderung. Wüstenbussard (Harris Hawk) „Harri“ fand in Bettina Metge sogleich eine begeisterte Patin. Nach dem Stationsrundgang gab es bei Kaffee und Kuchen im herbstlich dekorierten Ziegenstall Gelegenheit zum Gedankenaustausch in gemütlicher Runde.
„Richtig toll!“ lautete dann auch die einhellige Aussage der Besucher. Und sie erklärten sich spontan bereit, die Arbeit der Wildtierstation durch die Übernahme weiterer Patenschaften zu unterstützen. 

Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen

Seit dem Start der Patenschaftsaktion im Juni 2006 konnten unter dem Motto „Tierische Freunde“ bereits 122 Tierpatenschaften vermittelt werden.
Die Auswahl an Patentieren ist groß: In der Wildtierstation werden unter anderem die verschiedensten Greifvögel und Eulen, aber auch Siebenschläfer und Feldhasen versorgt – sogar ein Albino-Eichhörnchen ist dabei. Reptilienfreunde können Patenschaften für Grüne Leguane, Nilwarane oder Landschildkröten übernehmen. Auch einige Papageien warten noch auf Paten. Die Einnahmen aus den Patenschaften werden für Futter, Medikamente und die weitere Verbesserung der Tierhaltung verwendet. Tierfreunde nehmen so direkt Anteil an den Aufgaben des Tier- und Artenschutzes.

  

Oktober 2007
Hubertusfest im Wildpark Springe

„Wild und vergnüglich“, so lautete das Motto für das diesjährige Hubertusfest im Wildpark Springe. Da durfte natürlich auch das Team der Wildtierstation nicht fehlen!

Etwa 80 Aussteller boten zwischen den weitläufigen Wildgehegen ein abwechslungsreiches Programm mit Unterhaltung und Informationen rund um die Themen Wald, Wild und Natur.

Der Aktionsbereich der Wildtierstation war ständig von einer Kinderschar umlagert. Das goldene Oktoberwetter lud zum Verweilen ein. Und während die Sprösslinge Stockbrot am Lagerfeuer brieten, oder versuchten, den Inhalt der Fühlboxen zu ertasten, bot sich häufig die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit den Eltern. Insgesamt blicken die Mitarbeiter der Wildtierstation auf ein erfolgreiches Wochenende zurück und danken dem Team vom Wisentgehege Springe für die gute Zusammenarbeit!
 

Fühlbox


  

September 2007
Großzügige Spende für die Ausstattung des Behandlungsraums

Bei Uwe Pfaff, Geschäftsführer der Firma „Alpha Verpackungssysteme“ aus Niedernwöhren, handelt es sich gewissermaßen um einen „Wiederholungstäter“. Bereits im vergangenen Jahr hatte er die Arbeit der Wildtierstation durch eine großzügige Spende unterstützt. Dieses Mal stellte er einen erheblichen Betrag zur Verfügung, damit Stationsleiter Dr. Florian Brandes das derzeit nicht funktionstüchtige Röntgengerät im Behandlungsraum reparieren lassen und die notwendige Ausstattung ergänzen kann.

Auch der Nachwuchs der Familie Pfaff ist eng mit der Wildtierstation verbunden. Als Teilnehmer der Jugendgruppe „Sielmanns-Natur-Ranger“ halten sich Alexander und Christin regelmäßig auf dem Stationsgelände auf. Den gemeinsamen Besuch nutzten sie dann auch, um dem Vater und Schwester Meike die Ranger-Projekte wie das Insektenhotel zu zeigen. Gemeinsam übernahmen sie die Patenschaften für ein Eichhörnchen, eine Schleiereule und einen Feldhasen.
 

am Insektenhotel

Am Insektenhotel: Alexander, Florian Brandes, Christin, Uwe Pfaff, Meike Pfaff und Ralf Winter (v.l.)



August 2007
Sommerfest - Wildtierstation eröffnet Naturlehrpfad
Scheckübergabe durch Projektpartner "Aktion Tier"

Die Arbeit der Wildtier- und Artenschutzstation wird auch künftig durch Betriebskostenzuschüsse des Projektpartners „Aktion Tier – Menschen für Tiere“ in bedeutender Höhe unterstützt. Dies machte Vorstandmitglied Rainer Schnitker deutlich und überreichte symbolisch einen Scheck, der die Fördermittel für die nächsten sechs Monate in Höhe von 33.000 Euro auswies. Besonders freuen sich der Vorstand und die Mitarbeiter der Wildtierstation über die Erhöhung des Förderbetrages um 3.000 Euro.

Die feierliche Eröffnung des Naturlehrpfades war ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Sommerfestes in der Wildtierstation. Sie wurde anlässlich der Schecküberreichung vom Aktion Tier- Vorstandsmitglied Rainer Schnitker vollzogen. Viele Besucher nutzten danach die Gelegenheit, die verschiedenen Info-Stationen entlang des 500 Meter langen Waldweges zu erkunden. In vier Volieren werden künftig Eichhörnchen, Eulen, Singvögel und Fledermäuse zu beobachten sein. Die Gesamtkosten betragen rund 58.000 Euro. Die Niedersächsische Umweltstiftung förderte das Projekt mit 21.000 Euro. Ein Großteil der Baukosten wurde in Kooperation mit der Bildungsvereinigung „Arbeit & Leben“ und durch Eigenleistung der Stationsmitarbeiter erbracht.

Scheckübergabe

Sylvia Cölle, Rainer Schnitker (Vorstandsmitglied Aktion Tier),
Jan-Uwe Heckel und Dr. Florian Brandes bei der Scheckübergabe.

Der Besucherstrom hatte wieder einen erfreulichen Umfang. Im 30-Minuten-Takt fanden Führungen im Innen- und Außenbereich des Stationsgeländes statt. Das Fachpersonal gab Erläuterungen zu den Pflegegästen in den zahlreichen Volieren und Gehegen. Gleichzeitig hatten Besucher die Gelegenheit, sich über die Fortschritte im Umbau und der Ausgestaltung der Tierunterkünfte zu informieren.

Die Sielmanns Natur-Ranger haben ihr neues Domizil in einem Bauwagen bezogen und präsentierten dort die Ergebnisse ihres Greifvogelprojektes.

Für die Kleinen hatten die Helfer der Wildtierstation ein buntes Programm mit Angeboten zum Spielen, Schminken und Basteln sowie Stockbrot backen am Lagerfeuer vorbereitet.

An den verschiedenen Ausstellungsständen gab es Informationen über Tier- und Naturschutz. Mitarbeiter von Aktion Tier sowie dem BUND, der Imker Heinrich Schön und die Jägerschaft Schaumburg stellten ihre Arbeit vor.

Die schönsten Schnappschüsse von diesem Tag haben wir für Sie in einer Sommerfest-Fotogalerie  zusammen gestellt!

Lagerfeuer



August 2007
Lasst den Igel Igel sein!

Die Wildtierstation ruft zu mehr Verständnis und Rücksicht gegenüber den stacheligen Mitbewohnern in unseren Gärten auf!

Der allseits bekannte und beliebte Igel ist ein häufiger Gast in der Wildtierstation. Zwischen 160 und 180 verwaiste oder verletzte Igel werden jährlich aufgenommen und versorgt. „Es wären noch viel mehr, wenn wir nicht die vielen gesunden Igel, die Tierfreunde einfangen und in die Station bringen, sofort nach der Eingangsuntersuchung wieder zurück nach Hause schicken würden.“, erklärt Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Und „nach Hause“ muss man hier wörtlich nehmen, denn einen Igel einfach irgendwo auszusetzen bedeutet, ihn obdachlos zu machen. Nur dort wo er gefunden wurde, kennt er sich aus und weiß wo er Nahrung, Wasser und Schlafplätze findet. In den letzten Tagen haben die Anfragen über das korrekte Verhalten beim Fund von Igelnestern zugenommen, weswegen die Wildtierstation einige wichtige Tipps geben möchte.

Jetzt im August werden nach etwa 35-tägiger Tragzeit die meisten Igelkinder geboren. Unter Gartenlauben, Hecken, Laubhaufen, Holzstapeln oder in Gebäudenischen versteckt werden die Nester von den Igelmüttern angelegt. Da Igel nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt sind, ist es verboten ihre Nester zu stören. Entsprechende Arbeiten an solchen Orten sollten möglichst vermieden werden oder erst nach vorsichtiger Überprüfung auf Igelnester erfolgen. Dasselbe gilt auch für Störungen durch Hunde – hier trägt der Hundehalter die Verantwortung. Hat ein Hund ein Igelnest aufgespürt, hat der Besitzer dafür Sorge zu tragen, dass dem Hund der Zugang verwehrt wird, um weitere Störungen zu vermeiden.

Werden Igelnester doch einmal versehentlich gestört oder geöffnet, sollte man versuchen den ursprünglichen Zustand soweit wie möglich wieder herzustellen und den Ort zunächst in Ruhe lassen. Bis Ende September sind die jungen Igel auf jeden Fall selbstständig und haben das Nest verlassen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist es, dass Igelmütter ihre Jungen nicht wieder annehmen wenn diese angefasst wurden. Dass die Igelmutter nicht immer im Nest anwesend ist, muss nicht beunruhigen, denn säugende Igelweibchen haben neben dem Aufzuchtnest noch weitere Tagesschlafplätze.

Wenn sich die Igelmutter dennoch gestört fühlen sollte, wird sie ihre Jungen in der nächsten Nacht in ein anderes Nest transportieren. Es muss deshalb unbedingt vermieden werden, gefundene Igelwelpen einfach dem Nest zu entnehmen, um sie „zu retten“. Eine Handaufzucht von Igelwelpen erfordert viel Erfahrung und ist sehr zeitaufwändig. Längst nicht jede Aufzucht führt zum Erfolg und für manche Igelkinder beginnt mit der Wegnahme aus dem Nest ein völlig unnötiger Leidensweg, der oftmals mit dem Tode endet.

Welche Igelwelpen Hilfe brauchen, ist auch der empfehlenswerten Informationsbroschüre des zum Schutz der Stacheltiere gegründeten Pro Igel e.V., im Internet unter: www.pro-igel.de zu finden, zu entnehmen: „Nur Igelwelpen die sich tagsüber außerhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen haben und sich womöglich kühl anfühlen, sind mutterlos. Im Zweifelsfall sollte das Nest und die Umgebung einige Stunden beobachtet werden.“

Igelwelpen

Diese kleinen Igelwelpen sind etwa eine Woche alt.
Die farbigen Kennzeichnungen sind notwendig, um die Tiere einfacher unterscheiden zu können.

Igelwelpe

Bei der Fütterung

Bauchmassage

Nach jeder Mahlzeit benötigen die Igel-Babys eine vorsichtige Bauchmassage.

  

Juli 2007
Die ersten Papageien können einziehen
Zwei Exoten-Räume bereits fertig gestellt

In der Wildtierstation geht der Ausbau der Papageien-Innenräume zügig voran. Zwei Räume wurden bereits fertig gestellt, so dass die ersten Papageien einziehen können. Insgesamt drei Räume sollen mit Gitterelementen in einzelne Volieren mit Pflegergang eingeteilt werden. Menschen und Tiere im Stationsbetrieb müssen während der umfangreichen Baumaßnahmen einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Jedoch bringt der Ausbau wesentliche Verbesserungen der Unterbringungsmöglichkeiten mit sich.
Künftig bieten die Papageienräume optimale Bedingungen für die Aufnahme von exotischen Vögeln und bilden eine funktionelle Einheit mit den bereits vorhandenen Außenvolieren.

Wir freuen uns, dass der "Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V." (VNT) uns bei der Finanzierung dieses Projektes unterstützt hat. Bei der Umsetzung unseres Vorhabens haben uns darüber hinaus umfangreiche Materialspenden, u.a. von der Firma R+K Rose und Krieger aus Minden, sehr geholfen.

Papageienraum


  

Juni 2007
Abschlussprüfung mit Sehr Gutem Ergebnis

Unser Auszubildender Jürgen Müller hat seine Abschlussprüfung zum Zoo-Tierpfleger mit Sehr Gutem Ergebnis bestanden. Wir gratulieren zu dieser ansehnlichen Leistung!
Jürgen Müller wird künftig das Team der Wildtierstation als Tierpfleger verstärken. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

 

Jürgen Müller

 


Mai 2007
Tag der Parke im Steinhuder Scheunenviertel

Bereits zum siebten Mal hat der Naturpark Steinhuder Meer zum „Europäischen Tag der Parke“ eingeladen. Im historischen Scheunenviertel in Steinhude hatten die Initiatoren mit Beteiligung regionaler Vereine und verschiedener Hersteller regionaler Produkte ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.
Auch das Team der Wildtierstation war dabei, dieses mal mit Unterstützung der Sielmanns-Natur-Ranger. Die jungen Ranger arbeiten zurzeit an einem Greifvogelprojekt und hielten für die Besucher viele Informationen rund um das Thema Greifvögel bereit. So hatten sie Greifvogelsilhouetten aus Holz vorbereitet, die den Betrachtern einen Eindruck von der Größe und der Spannweite von Seeadler, Milan, Mäusebussard und Turmfalke vermitteln sollten.
Während eines Live-Interviews mit Reportern des NDR erhielten die Ranger sogar die Gelegenheit, ihre Arbeit einer breiten Zuhörerschaft vorzustellen.

Alles in allem: viele Besucher, interessante Kontakte und Gespräche, gute Laune, stimmungsvolle Jazz-Musik, schönes Wetter – ein toller Tag! Wir sind gerne wieder dabei!

Lagerfeuer und Stockbrot



Infostand


Interview

Vorgespräch für das NDR-Live-Interview.

Malen

  

Mai 2007
Bienenschaukasten für die Wildtierstation
Erste Station im Naturlehrpfad fertig gestellt

Die Baumaßnahmen für unseren Naturlehrpfad gehen zügig voran, die erste Info-Station ist bereits fertig gestellt und informiert rund um das Thema „Honigbiene“. Hobbyimker Karsten Schön aus Wölpinghausen/Bergkirchen stellte hierfür einen Bienenschaukasten als Leihgabe zur Verfügung. Dieser wird von Mai bis September mit einem Bienenvolk besetzt und regelmäßig durch den Imker betreut. Karsten Schön betreibt die Imkerei bereits in der zweiten Generation. Für seine hochwillkommene Unterstützung sagen wir herzlichen Dank!
 

Bienenschaukasten


  

April 2007
NACHRUF

Mit Entsetzen haben wir den durch seine völlige Unvorhersehbarkeit besonders erschütternden Tod unseres Mitglieds Heinrich Mensching und seiner Ehefrau Roselind aufgenommen.

Uns erfüllt große Trauer. Den Angehörigen sprechen wir unsere tief empfundene Anteilnahme aus.

Wir verlieren mit Herrn Mensching nicht einfach ein Mitglied unseres Vereins, sondern einen uns - den Mitarbeitern und dem Vorstand der Wildtierstation - sehr verbundenen Menschen, der uns über die Jahre, die wir unsere Station in Sachsenhagen betreiben, ein großer offenherziger Förderer war. Unsere verschiedensten an ihn gerichteten Bitten um technische oder logistische Unterstützung fanden immer ein offenes Ohr. Wir möchten hier noch einmal unseren ganz, ganz großen Dank an ihn wiederholen!

Der Mensch, der Förderer, das Mitglied Heinrich Mensching reißt, jetzt wo er nicht mehr mit uns ist, auch bei uns eine nur schwer schließbare Lücke.

Wir bewahren Herrn Heinrich Mensching und seine Ehefrau in ehrendem Angedenken.
 


  

April 2007
Großzügige Spende von JAKO-O

Große Freude in der Wildtierstation: Der Spielzeughersteller JAKO-O spendete dem Verein fünf stabile Bollerwagen. „Die Wagen sind für Besuchergruppen mit Kleinkindern auf unserem 20 ha großen Stationsgelände äußerst praktisch.“, erläutert Geschäftsführerin Sylvia Cölle.

Insbesondere die Sielmanns Natur-Ranger haben ihren Bollerwagen sofort begeistert in Betrieb genommen und werden ihn künftig für den Transport ihrer umfangreichen Ausrüstung bei Aktionen auf dem Stationsgelände einsetzen.
 

Bollerwagen

 


April 2007
Ausbau der Papageien-Innenräume

Der Ausbau der Papageien-Innenräume hat begonnen! Drei Räume sollen mit Gitterelementen in einzelne Volieren mit Pflegergang eingeteilt werden. Umfangreiche Heizungs- und Elektroinstallations- arbeiten sind notwendig. „Der Ausbau bringt wesentliche Verbesserungen der Unterbringungsmöglichkeiten mit sich“, betont Tierpflegerin Konni Weber und erklärt: „Beschlagnahmte Papageien oder auch Abgabetiere treffen sehr häufig in einem schlimmen Zustand bei uns ein, sie sind krank an Leib und Seele!“  

Perusittich

Das Federrupfen ist bei Papageien häufig eine Folge jahrelanger Einzelhaltung

Das Phänomen des Federrupfens, aber auch aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen als Folge von jahrelanger Einzelhaltung, ist oft sehr schwer zu beheben. Für die Resozialisierung ist die Vergesellschaftung mit anderen Papageien daher besonders wichtig. Um die Eingewöhnung zu erleichtern, aber auch um gegenseitige Verletzungen auszuschließen, müssen die Tiere zunächst in einzelnen Volieren, die jedoch den Kontakt zu Artgenossen in den benachbarten Volieren ermöglichen, gehalten werden. Erst später kann dann über eine Zusammenlegung entschieden werden. Hier bieten die Papageienräume nach dem Ausbau optimale Bedingungen und bieten eine funktionelle Einheit mit den bereits vorhandenen Papageien- Außenvolieren.
Die Gesamtkosten für den Ausbau betragen ca. 13.900 Euro. Durch Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter und verschiedene Sachspenden wird ein Eigenanteil in Höhe von 8.500 Euro erbracht. Wir freuen uns, dass der „Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V.“ (VNT) seine Unterstützung bei der Finanzierung dieses Projektes signalisiert hat. 

Venezuelaamazonen

Partnervermittlung für Papageien: Diese beiden Venezuela-Amazonen konnten als Pärchen an einen Tierpark weiter gegeben werden

Panamaamazone

Tierpflegerin Konni Weber verwöhnt Panama-Amazone "Müsli" mit Leckerbissen

März 2007
Baubeginn für Naturlehrpfad
Wildtierstation verstärkt den Bereich der Umweltpädagogik

Auf dem Betriebsgelände der Wildtierstation wird in diesem Jahr ein Naturlehrpfad entstehen. Die Vorstandsmitglieder Sylvia Cölle, Dr. Florian Brandes und Jan-Uwe Heckel starteten mit einem symbolischen „ersten Spatenstich“ den Baubeginn.

Erster Spatenstich

Geplant ist die Erstellung eines Weges von ca. 500 m Länge. An neun Info-Stationen werden dem Besucher anschauliche, interessante und erklärende Beschreibungen zu verschiedenen naturbezogenen Themen angeboten. Schwerpunkt ist hierbei der Anreiz zur Umsetzung z.B. im eigenen Garten. Bereits vorhandene Projekte der „Sielmanns Natur-Ranger“ (Benjeshecke, Insektenhotel, Hummelkästen) werden in den Naturlehrpfad eingebunden und stellen eine wertvolle Ergänzung dar.
Ferner ist der Bau von vier Volieren für die Unterbringung von nicht auswilderungsfähigen Dauergästen z.B. Waldvögeln, Eulen, Eichhörnchen und Fledermäusen vorgesehen. Für viele Besucher bedeutet dies eine einmalige Gelegenheit, einheimische Wildtiere aus der Nähe zu betrachten, kennen zu lernen und zu beobachten.

„Dies ist ein wichtiger Schritt zur Ergänzung und Vertiefung unserer Arbeit in der Umweltpädagogik!“, erläutert Geschäftsführerin Sylvia Cölle. „Wir sind sehr dankbar, dass die Niedersächsische Umweltstiftung das Projekt im Umfang der erforderlichen Fremdmittel mit 21.500 Euro fördert!“ Die kalkulierten Kosten für die Erstellung des Naturlehrpfades betragen ca. 58.400 Euro. Durch Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter und in Kooperation mit der Bildungsvereinigung Arbeit & Leben in Stadthagen wird ein Eigenanteil in Höhe von 36.900 Euro erbracht.

Bagger

Ulrich Hartmann

Ein Großteil der Baukosten wird in Eigenleistung durch Stationsmitarbeiter und in Kooperation mit der Bildungsvereinigung Arbeit & Leben erbracht:
So müssen z.B. 130 m3 Holzhäcksel und Rindenmulch zur Befestigung des Waldweges verteilt werden.

Mitarbeiter von Arbeit & Leben

  

Februar 2007
Für das Jahr 2007 haben wir uns viel vorgenommen:

•    Zur Ergänzung und Vertiefung unserer Arbeit in der Umweltpädagogik planen wir die Einrichtung eines 500 m langen Naturlehrpfades auf dem Betriebsgelände. Unter dem Motto „Erleben-Erkennen-Erlernen“ sollen hier Besucher für die Belange des Naturschutzes sensibilisiert werden. Die kalkulierten Kosten betragen ca. 58.400 Euro. Durch Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter und in Kooperation mit der Bildungsvereinigung Arbeit & Leben wird ein Eigenanteil in Höhe von 36.800 Euro erbracht.

•    Als weiterer großer Schritt ist der Ausbau der Papageien-Innenräume vorgesehen. Die Räume sollen mit Gitterelementen in einzelne Volieren mit Pflegergang eingeteilt werden. Für die Tiere soll der direkte Zugang zu den bereits vorhandenen Außenvolieren möglich sein. Außerdem sind umfangreiche Installationsarbeiten zur Verlegung der Heizkörper und Heizungsrohre sowie Elektro-Installationen notwendig.
Die kalkulierten Kosten betragen ca. 13.900 Euro.
Auch hier wird durch Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter ein Eigenanteil in Höhe von 8.500 Euro erbracht.

Sie sehen, es gibt viel zu tun!
Ihre Spenden helfen uns bei der Bewältigung unserer vielfältigen Aufgaben!

Blaustirnamazone


Februar 2007
Rückblick auf das Jahr 2006

Wie in den großen Zoos, so werden zum Jahreswechsel auch in der Wildtierstation die Tiere gezählt, und der aktuelle Bestand wird mit dem im Computer abgeglichen. Dann kann man nur hoffen, dass alles übereinstimmt und in der hektischen Jungtierzeit nicht wieder vergessen wurde, eines von 222 Stockentenküken in den Computer einzutragen. Das kann in Rekordzeiten wie im Juli 2006 schnell passieren - mit 338 Neuzugängen wurden in diesem Monat mehr Tiere als jemals zuvor in einem Monat aufgenommen.

„Eine ordentliche Buchführung ist wichtig, denn nur so können wir eine exakte Statistik über unsere Arbeit vorlegen, wie sie unsere Sponsoren und Förderer etwa das Land Niedersachsen oder Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. zu Recht verlangen,“ erläutert Stationsleiter Florian Brandes. Mit 1627 Zugängen im Jahr 2006 hatte das Team der Wildtierstation wieder alle Hände voll zu tun. Spitzenreiter waren die bereits erwähnten Stockenten (222) gefolgt vom Igel (164). Auf den nächsten Rängen der „Top Ten“ finden sich: Amsel (91), Mäusebussard (69), Ringeltaube (60), Feldhase (45), Eichhörnchen (43), Mauersegler (41), Mehlschwalbe (39) und Turmfalke (36).

Von der Fledermaus bis zum Wildschwein und vom Chamäleon bis zum Vogel Strauß wurden im letzten Jahr 183 verschiedene Tierarten in der Wildtierstation aufgenommen und betreut. Besonders erfreulich ist, dass mit 54 % über die Hälfte der aus der heimischen Wildbahn eingelieferten Pfleglinge nach ihrer Genesung oder erfolgreichen Aufzucht wieder ausgewildert werden konnten.

Kleiner Frischling
Der kleine Frischling konnte an einen Tierpark vermittelt werden.

Jetzt im Winter ist es ruhig in der Wildtierstation, aber die Vorbereitungen auf die Saison 2007 laufen bereits auf Hochtouren. Die Vorräte an Insekten zur Jungvogelaufzucht und verschiedene Milchsorten für die Säugerbabys müssen eingekauft, Gehege frisch eingerichtet und neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. „Wir hoffen, auch dieses Jahr wieder möglichst vielen Wildtieren in Not helfen zu können,“ so Brandes, „und freuen uns über Unterstützung in Form von Spenden oder die Übernahme von Tierpatenschaften.“

Kleines Eichhörnchen
Die kleinen Eichhörnchen benötigen Spezialmilch - und nach jeder Mahlzeit eine vorsichtige Bauchmassage. 

  

Januar 2007
Hervorragendes Ergebnis bei Abschlussprüfung

Unsere Auszubildende Konstanze Weber hat ihre Abschlussprüfung zur Zoo-Tierpflegerin mit sehr gutem Ergebnis bestanden.
Wir gratulieren zu dieser ansehnlichen Leistung!
Wir freuen uns, dass Konstanze Weber im Rahmen eines befristeten Arbeitsvertrages das Team der Wildtierstation weiterhin verstärken wird.
 

Konstanze Weber

 


  

September 2006
Unterstützung für die Jungtieraufzucht in der Wildtierstation
Firmen spenden nach Gemeinschaftsaktion am Energiespartag

Anlässlich des Energiespartages in Hagenburg hatten die Firmen „Stelling Holzbau GmbH“ und „Karl Tieste & Sohn“ in einer Gemeinschaftsaktion um Spenden für die Arbeit der Wildtierstation geworben. Viele Standbesucher versuchten ihr Geschick am Nagelbalken und brachten auf diese Weise 100 Euro in die Sammelkasse. Dieser Betrag wurde von den Firmeninhabern kurzerhand noch einmal verdoppelt, so dass insgesamt 200 Euro als Spende überreicht werden konnten.
Der Spendenbetrag ist in der Wildtierstation hochwillkommen und wird für den Kauf von Spezialmilch für die Aufzucht von Jungtieren verwendet. Zurzeit versorgen die Mitarbeiter der Wildtierstation neun Igelbabys mühsam mittels Spritze und Spezialmilch. Weitere zehn Igel haben nach erfolgreicher Handaufzucht ihr „Idealgewicht“ bereits erreicht und konnten im Beisein von Margit Stelling und Stephanie Tieste im nahe gelegenen Wald ausgewildert werden. Stationsleiter Dr. Florian Brandes erläuterte: „Wir nehmen Igel nur im Notfall auf. In den Gärten finden die Tiere noch reichlich Käfer, Schnecken, Würmer und Larven. Daher ist es jetzt noch nicht notwendig, kleine Igel in menschliche Obhut zu nehmen!“

 

Auswilderung der jungen Igel

Margit Stelling und Stephanie Tieste bei der Auswilderung der jungen Igel.


August 2006
Sommerfest in der Wildtierstation
Guanako-Nachwuchs "Anton" pünktlich angekommen

Das Wetter meinte es gut mit uns! Und so erlebten ca. 2000 Besucher auf unserem Stationsgelände im Sachsenhäger Stadtwald ein Sommerfest in entspannter, heiterer Atmosphäre. Im 30-Minuten-Takt fanden Führungen im Stations-Innen- und -Außenbereich statt. Durch Erläuterungen unseres Fachpersonals hatten die Besucher Gelegenheit, viel Interessantes über die Pflegegäste in den zahlreichen Volieren und Gehegen zu erfahren und sich über die Fortschritte im Umbau und der Ausgestaltung der Tierunterkünfte zu informieren.

Eine besondere Attraktion war der kleine Guanako-Nachwuchs „Anton“, der erst zwei Tage vor dem Sommerfest geboren worden war. Noch etwas wacklig auf den Beinen und gut bewacht von den Guanako-Eltern zeigte er sich den Besuchern.

Bei den Indianerzelten spielten die Kinder, geschmückt mit Stirnbändern, Federn und bunter Gesichtsbemalung und hielten mit Begeisterung ihre Stockbrote über das Lagerfeuer.
An den verschiedenen Ausstellungsständen wurden Informationen über Tier- und Naturschutz bereitgehalten: Die Sielmanns Natur-Ranger präsentierten ihr Projekt „Insektenhotel“ und berichteten über ihre Arbeit.
Im Rahmen der European Bat-Night informierte der BUND über Fledermausschutz. Mittels einer installierten Kamera konnten Fledermäuse in den Pflegeräumen der Wildtierstation beobachtet werden.
Am „offenen Bienenkorb“ gaben Imker Einblicke in das emsige Leben der Bienen. Jäger und Falkner informierten über die Wiederansiedelung des Rebhuhns und andere Hegemaßnahmen.
„Eine gelungene Veranstaltung“, freut sich kfm. Geschäftsführerin Sylvia Cölle. Besonderer Anlass zur Freude: Unter dem Motto „Tierische Freunde“ konnten während des Sommerfestes eine ganze Reihe neuer Tierpatenschaften vermittelt werden.


Stockbrot
Heitere Stimmung und begeisterte Kinder am Lagerfeuer

Sielmanns Natur-Ranger
Die Sielmanns Natur-Ranger informierten über ihre Arbeit und ihr Projekt "Insektenhotel".

"offener Bienenkorb"
Am "offenen Bienenkorb" gaben die Imker Einblicke in das emsige  Leben der Bienen.

Reptilien
"Reptilien hautnah" bei Führungen in den Innenräumen.

"Anton"
Guanako-Nachwuchs "Anton"(Foto: Medienbüro DENKSTUBE) 

Viele Helfer haben dazu beigetragen, dass unser Sommerfest einen guten, harmonischen Verlauf genommen hat. So wurde es auch ein Treffen und Wiedersehen mit ehemaligen FÖJ-Teilnehmern und Zivis, die extra angereist kamen, sowie mit Ehrenamtlichen und Freunden. Ein großes Lob gilt unserer „Blümchen-Truppe”, Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau, die es geschafft haben, die anreisenden Besucherströme in geordnete Bahnen zu leiten. Allen Helfern sei an dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN gesagt!!!

  

August 2006
Besuch der DGHT-Stadtgruppe Hannover

Am Nachmittag des 18.08.2006 konnte Stationsleiter Dr. Florian Brandes die Stadtgruppe Hannover der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zu einem Besuch in der Wildtierstation begrüßen. 

DGHT

Die Mitglieder der Stadtgruppe, zu deren Ausflugsprogramm jedes Jahr der Besuch zoologischer Einrichtungen mit Schwerpunkt Terraristik gehört, fanden auch in der Wildtierstation viel Interessantes zu sehen. Die erfahrenen Reptilienhalter konnten sich von der guten Unterbringung der Reptilien in der Auffangstation überzeugen und waren auch von der Vielfalt der übrigen Pfleglinge in der Station beeindruckt.

DGHT

Nach der Führung durch den Stationsleiter Florian Brandes konnte beim gemütlichen Grillen noch viel über Reptilienhaltung und rechtliche Probleme gefachsimpelt werden.

Die DGHT-Stadtgruppe Hannover trifft sich an jedem 3. Freitag eines Monats zu Vortragsabenden, bei denen regionale und überregionale Referenten von ihren Erfahrungen, Reisen oder Forschungen berichten. Dabei gibt es stets Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren - zum Thema "richtiger Terrarienbau" ebenso wie den genauen geographischen Verbreitungsmustern bestimmter Reptilien- und Amphibienarten. Auch Gäste, die einmal hereinschnuppern wollen, sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen!

Treffpunkt ist das Freizeitheim Vahrenwald, Die Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr, der Veranstaltungsraum ist jeweils im Foyer zu ersehen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
1.Vorsitzender DGHT-Stadtgruppe Hannover
Andreas Scheithauer
Goethestr. 19
30827 Garbsen/Berenbostel
Tel./Fax 05131/478200


  

Juli 2006
Feuerwehrleute aus Letter besuchen Wildtierstation

Eine besondere Ausbildungsveranstaltung besuchten 15 Feuerwehrleute aus Letter in der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen.
Aufgrund mehrerer Einsätze im Zusammenhang mit Schlangen ließen sie sich über die verschiedenen Arten von heimischen und hier anzutreffenden ausländischen Reptilien informieren. Dr. Brandes, Leiter der Station, zeigte in praktischen Übungen das richtige Greifen und Einfangen von Schlangen und erklärte ihre jeweiligen Lebensbedingungen. Er machte deutlich, dass die meisten hier aufgefundenen Schlangen unter Artenschutz stehen und ihren Lebensraum in den heimischen Wäldern und Feuchtgebieten haben. Eine Gefahr für den Menschen stellen sie nicht dar und sollten daher auch nicht gestört oder gar eingefangen werden.
Durch die bisherigen Einsätze besteht bereits seit einiger Zeit Kontakt zu der Wildtierstation. So zeigte sich der stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Landmann erfreut darüber, die Mitarbeiter der Wildtierstation und ihre Arbeit einmal persönlich kennen zu lernen.
 

Feuerwehrleute informieren sich

Wasserschildkröten - häufige Fundtiere in den warmen Sommermonaten

Halten und Greifen einer Schlange

Am Beispiel einer Python demonstriert Dr. Brandes das richtige Greifen und Halten einer Schlange

 

Juli 2006
"Tierische Freunde" - Wildtierstation startet Patenschaftsaktion für ihre Pfleglinge

„Das ist eine tierisch gute Idee!“ fand Roland Peters aus Bokeloh, als er von der Patenschaftsaktion der Wildtierstation erfuhr. Sein Entschluss stand schnell fest: Die Patenschaft für einen Turmfalken ist genau das richtige Geschenk für seinen naturbegeisterten Neffen Thomas.

Der Betrieb einer Auffangstation, die praktisch rund um die Uhr im Einsatz ist, um gerade jetzt in der Jungtierzeit verwaiste und verletzte Wildtiere aufzunehmen, erfordert nicht nur einen hohen persönlichen Einsatz aller Mitarbeiter, sondern natürlich auch schlichtweg das notwendige Geld. Mit der Patenschaftsaktion möchte Stationsleiter Dr. Brandes einen Anreiz geben, die intensive Pflege der Tiere in der Wildtierstation finanziell zu unterstützen. „Die Einnahmen aus den Patenschaften verwenden wir für Futter, Medikamente und die weitere Verbesserung der Tierhaltung,“ so Brandes, „Tierfreunde nehmen so direkt Anteil an den Aufgaben des Artenschutzes!“

Überreichung der Patenschaftsurkunde

Stationsleiter Dr. Florian Brandes überreicht Roland Peters die Patenschaftsurkunde.

Die Auswahl an Patentieren ist groß: Außer den Turmfalken werden in der Wildtierstation Schleiereulen, Eichhörnchen, Feldhasen, aber auch Grüne Leguane, Nilwarane, Landschildkröten und viele andere Tiere betreut. Im Eingangsbereich wird auf einer gut sichtbaren Tafel auf jede eingetragene Patenschaft hingewiesen. Tierpaten erhalten eine Urkunde mit einem Bild ihres Schützlings und haben darüber hinaus die Möglichkeit, bei exklusiven Führungen den Mitarbeitern der Wildtierstation über die Schulter zu schauen und alles über ihr Patentier und die vielen anderen Pflegegäste zu erfahren.

Eichhörnchen

Mühsame Aufzucht eines jungen Eichhörnchens

Fragen Sie ihr Kind doch einmal, welches Tier ihm beim Besuch in der Wildtierstation am besten gefallen hat und schenken Sie ihm die Patenschaft für einen „Tierischen Freund“ oder werben Sie als Unternehmen mit Ihrem Beitrag zum Tier– und Artenschutz!

 

Mai 2006
Neue Futterküche fertig gestellt!

Große Freude bei unseren Mitarbeitern: Nach 2 Monaten Bauzeit konnte die neue Futterküche in Betrieb genommen werden.
Die Wildtierstation verfügt nun über eine Futterküche, die den hygienischen Anforderungen für Mensch und Tier gerecht wird. Der Raum, in dem täglich das Futter für den gesamten Tierbestand zubereitet wird, ist durch den Einbau zusätzlicher Fenster heller geworden, die Ausstattung ist zweckmäßig, so dass für die Mitarbeiter viele Arbeitsabläufe erleichtert werden.

Futterküche

Wir danken dem Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V. (VNT), der für die Durchführung der Baumaßnahmen einen Kostenzuschuss in Höhe von 4.000 Euro bereit stellte. Auch die Umweltlotterie BINGO! unterstützte das Projekt mit 4.000 Euro. Der Landkreis Schaumburg trug 3.000 Euro zur Finanzierung der Arbeiten an der Außenfassade bei.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Freunde und Förderer, die uns mit Einzelspenden bei der Verwirklichung dieses Projektes unterstützt haben. Insbesondere Frau Elisabeth Grümer aus Castrop-Rauxel, die uns mit einer Finanzspritze von 1000 Euro half, auch noch die letzte Finanzierungslücke zu schließen!

Mai 2006
Europäischer Tag der Parke

Am Sonntag, 21. Mai fand im Naturpark Steinhuder Meer der "Europäische Tag der Parke" statt. Veranstaltungsort war das historische Scheunenviertel in Steinhude.

Infostand

Stockbrot

Die Mitarbeiter der Wildtierstation waren mit dem Indianertipi angereist und bastelten mit den Kindern bunte Stirnbänder, außerdem wurde Stockbrot am Lagerfeuer gebraten. Auf den Fotos kann man sehen, dass alle viel Spaß hatten.

Infostand

Auch das Wetter spielte mit, es herrschte eine heitere Stimmung - eine wirklich runde Sache! Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Team der Naturpark-Scheune und sind im nächsten Jahr gern wieder dabei...

  

April 2006
Feuerwehreinsatz in der Wildtierstation

Aus den Werkstatträumen der Wildtierstation quillt dichter Rauch. Zwei Personen werden noch im Gebäude vermisst. Um 18.31 Uhr wird der Notruf ausgelöst und in Sachsenhagen und Nienbrügge sind die Sirenen zu hören. Bereits 7 Minuten später treffen die ersten Rettungskräfte am Einsatzort ein. Brandmeister Karsten König ist zufrieden. Er hat diese Übung gemeinsam mit Brandmeister Joachim Muth vorbereitet und gibt den 25 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Sachsenhagen und Nienbrügge die Aufgabenstellung bekannt. Schnell wird das Schlauchsystem verlegt und angeschlossen. Die Atemschutzgeräteträger dringen in das Gebäude ein und erkunden die Lage. Die zwei „Opfer“ werden aus dem Gefahrenbereich geborgen und in die Obhut des DRK übergeben. Außerdem werden Behälter mit brennbaren Flüssigkeiten aus den verqualmten Werkstatträumen entfernt.

Feuerwehreinsatz

Ein „Opfer“ wurde aus dem Gefahrenbereich geborgen und wird nun von den Rettungskräften betreut.

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ wird deutlich, dass die Rettungskräfte die Aufgaben gut und zielgerichtet gelöst haben. Auch die Mitarbeiter der Wildtierstation sind sich einig: „Es ist beruhigend zu wissen, dass Freiwillige Feuerwehr und DRK im Ernstfall so schnell zur Stelle sind!“

März 2006
Neues Rehgehege mit Stallgebäude fertig gestellt

Im vergangenen Jahr versorgten unsere Mitarbeiter 20 verletzte und verwaiste Rehkitze. Um den Jungtieren künftig mehr Platz zur Verfügung stellen zu können, wurde ein zusätzliches Gehege mit einer Gesamtfläche von 1.500 m2 sowie ein Stallgebäude errichtet. Das Gehege ist am Außenzaun unseres Betriebsgeländes gelegen und verfügt über einen direkten Ausgang in den angrenzenden Wald. So können die Tiere gleich aus dem Gehege ausgewildert werden.

Stallgebäude

November 2005
Kapazitäten begrenzt
- aus Tierschutzgründen werden Grüne Leguane kastriert

Mit einem Auto voller Ausrüstung rückten die Experten Frau Dr. Christine Lendl, Fachtierärztin für Zoo-, Gehege- und Wildtiere, und ihr Kollege Tierarzt Hermann Kempf aus der tierärztlichen Klinik Gessertshausen in der Wildtierstation an. Ziel ihrer Reise war es, dem Leiter der Wildtierstation Dr. Florian Brandes die relativ neue Methode der Kastration männlicher Grüner Leguane (Iguana iguana) zu erläutern.

Nötig wurde dies, nachdem in diesem Jahr zeitweise bis zu 20 Grüne Leguane in der Wildtierstation untergebracht und versorgt werden mussten. Da die überwiegend männlichen Tiere sehr territorial und untereinander unverträglich sind, besteht die Gefahr von Beißereien und stressbedingten Erkrankungen. Aus Platzmangel ist es nicht möglich, alle Tiere einzeln zu halten. Durch das Entfernen der Hoden senkt sich der Testosteronspiegel im Blut der Tiere und sie verlieren ihr dominantes und aggressives Verhalten. So ist es möglich, die Tiere in Gruppen zu halten und erleichtert die Vermittlung der Tiere an Zoos.

Ursache der Problematik ist der jährliche Import von Tausenden dieser Tiere. Laut CITES-Statistik für Deutschland wurden allein im Jahr 2003 15511 Grüne Leguane für den Zoohandel importiert. Die meisten dieser Baby-Leguane landen in den Händen unerfahrener Halter, die früher oder später Probleme mit diesen großwüchsigen Echsen bekommen. Bei guter Pflege können diese immerhin 25 Jahre alt werden und eine Länge von 180 cm erreichen.

Die Leguane in der Wildtierstation haben die Operation gut überstanden und hoffen nun auf einen guten Platz in einem Zoo - vielleicht auch in einer Männer-WG.

Der Leguan wird intubiertKleiner Flankenschnitt
Zur Vorbereitung auf die Inhalationsnarkose wird der Leguan intubiert. Durch einen kleinen Schnitt in der Flanke wird der Hoden zur Entfernung vorgelagert.

Überstandene Operation
Die Leguane sind nach überstandener Operation wohlauf und werden nur eine kleine Narbe zurückbehalten.

 

November 2005
Aufnahme von 74 beschlagnahmten Reptilien
Wildtierstation hilft Zollfahndung Hamburg

Schon um 7:30 Uhr morgens klingelte das Telefon in der rund um die Uhr besetzten Wildtierstation. Der Zivildienstleistende Janis Reuter nahm den Anruf der Zollfahndung Hamburg entgegen und nach kurzer Absprache mit dem Stationsleiter Dr. Florian Brandes konnte die Aufnahme von 74 eingezogenen Reptilien zugesagt werden. Früh am morgen waren die 50 Jemenchamäleons, 15 Abgottschlangen und 9 Madagassische Taggeckos bei einer Kontrolle entdeckt worden. Da der Besitzer die nach dem Artenschutzrecht erforderlichen Papiere nicht vorweisen konnte, wurden die Tiere sofort beschlagnahmt. Dann allerdings standen die Beamten der Zollfahndung vor dem Problem der Unterbringen dieser vielen Reptilien.

Dank dem umfangreichen Ausbau der Reptilienhaltung in den letzten Jahren sind wir in der Lage, Behörden beim Vollzug des Artenschutzes zu helfen und auch eine größere Anzahl von Exoten artgerecht unterzubringen und zu versorgen. Natürlich war es auch für unsere Mitarbeiter eine Herausforderung, innerhalb weniger Stunden genug Terrarien einzurichten und die nötigen Futterinsekten zu beschaffen. Die Tiere werden nun so schnell wie möglich an Zoos und andere öffentliche Einrichtungen zur dauerhaften Pflege weitergegeben. Dazu wird eine Abgabeliste an fast 100 Zoos in ganz Deutschland versandt. Nur wenn es gelingt, die aufgenommenen Tiere stets weiter zu vermitteln, wird es auch künftig möglich sein, die Behörden bei ihrer Arbeit für den Tier- und Artenschutz zu unterstützen.

Taggecko Jemenchamäleon
Einlieferung der Reptilien in die Wildtierstation

 

August 2005
Jan-Uwe Heckel rief und viele, viele kamen!
65. Geburtstag von Jan-Uwe Heckel

Der erste Vorsitzende des Trägervereins der Wildtier- und Artenschutzstation e.V. hatte zur Feier seines 65. Geburtstages auf die Station für die Station eingeladen.
über 60 Gäste waren der Einladung gefolgt, trotz Sommerferien- und Haupturlaubszeit.
Es war ein fröhliches Beisammensein und auch das Wetter spielte bestens mit. Für diesen Nachmittag-Abend tat sich über der Station ein Sonnenfenster auf!
Mit der Einladung war bekanntgegeben worden: Statt Blumen oder anderer Aufmerksamkeiten für den „Jubilar” sind Geldspenden zu Gunsten der Station erbeten.
Wie sich zeigte, war das eine gute Idee, denn von Herrn Heckel konnten zwei frisch gedruckte 500-Euro-Scheine an die Schatzmeisterin und kaufm. Geschäftsführerin Frau Sylvia Cölle ausgehändigt werden.
Generell haben die Tiere „Vorfahrt”, sprich Vorrang auf der Station. In diesem besonderen Fall soll aber dem unermüdlich tätigen und einsatzbereiten Stations-Team als besonderes DANKESCHÖN eine die Wohnqualität verbessernde Anschaffung getätigt werden. Es ist z.B. an die ergänzende Ausstattung der (Menschen-)Küche und nicht der Futterküche gedacht.

Allen lieben Menschen, die der Einladung gefolgt sind und damit zum Gelingen der Feier beigetragen haben und für die generösen Zuwendungen zu Gunsten der Wildtierstation danken sehr herzlich der „Jubilar” und das Team der Wildtierstation.

 

Juli 2005
Das war uns ein großes Anliegen!
Offizielle Einweihung der Papageien-Außenvolieren

Der Papageien-Außenvolieren-Komplex ist fertig gestellt und von den Vögeln bezogen. Unser Projektpartner, aktion tier - menschen für tiere e.V. , hat die Finanzmittel bereitgestellt, damit diese äußerst wichtige Anlage gebaut werden konnte. Am Freitag, 22. Juli, wurde die offizielle Einweihung im Beisein des aktion tier-Vorstandes vorgenommen.

Mit diesem Volierenkomplex haben wir einen weiteren großen Schritt vollzogen, um den bei uns betreuten und gepflegten Tieren art- und tierschutzgerechte Unterbringungen bereitzustellen.

Beschlagnahmte, manchmal auch abgegebene Papageien treffen sehr häufig in einem erbarmungswürdigen Zustand bei uns ein, krank an Leib und Seele! Das Phänomen des Federrupfens, aber auch aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen als Folge von jahrelanger Einzelhaltung, ist oft sehr schwer zu beheben. Haben die Vögel jedoch die Möglichkeit, sich nach Wunsch Umweltreizen (Sonne, Wind, Regen) auszusetzen, sind die Heilungschancen unvergleichlich besser bzw. überhaupt erst gegeben.

Die Wildtierstation verfügt nun über einen Volieren-Komplex, der aus fünf nebeneinander liegenden Volieren mit den Abmessungen 2 x 6 x 2,5 m besteht. An der Stirnseite befindet sich außerdem ein Pflegergang. Die Trennung zwischen den Einzelvolieren ist als Doppelgitter ausgeführt, so dass sich die Tiere während der Zusammengewöhnungsphase nicht gegenseitig verletzen können.


Besichtigung der Papageienvolieren
Die Besucher bei der Besichtigung der neuen Papageien-Außenvolieren.

 

Juni 2005
"aktion tier - menschen für tiere e.V." übernimmt Kosten für die Absicherung von Gehegen

Schon vor einigen Monaten stellten wir an allen Rundvolieren eine Mardersicherung fertig. Seitdem traten keine Tierverluste durch Marder mehr auf.

Volieren Volieren

Auch die Wassergeflügel-Anlage wurde zum Schutz gegen Habicht-Attacken auf einer Gesamtfläche von 400 m2 mit einem Netz überspannt.

Wasservogel-Gehege

"aktion tier - menschen für tiere e.V." hat die Übernahme der Kosten für diese außerordentlichen Sicherungsmaßnahmen zugesagt.

 

Februar 2005
Raubkatze findet neues Zuhause in Süddeutschland
Wildtierstation weist beachtliche Erfolge in der Tiervermittlung auf

Langsam legt sich der Luchskater nieder, nachdem er von dem Betäubungspfeil getroffen wurde. Zehn Minuten, nachdem Stationsleiter Dr. Florian Brandes den Pfeil mittels Blasrohr in die Flanke des Tieres geschossen hat, wirkt das Betäubungsmittel. Noch eine kurze Untersuchung, dann wird der Luchs in die eigens gebaute Transportkiste verladen.
Nur drei Wochen dauerte der Aufenthalt in der Wildtierstation für den Luchs, der von Behörden aus einer Privathaltung beschlagnahmt worden war. Nun freuen sich unsere Mitarbeiter, einen guten Platz in einem süddeutschen Wildpark für den dauerhaften Verbleib der Raubkatze gefunden zu haben. In einem ca. 2000 m2 großen naturnah gestalteten Gehege erwarten den elfjährigen Luchskater dort mehrere Artgenossen und man erhofft sich durch ihn Erfolge in der Nachzucht.

Luchs
Tierpfleger Stephan Bulk trägt den 20 kg schweren Luchs

Das Pflegen bzw. Gesundpflegen von heimischen Wildtieren und Exoten ist nur eine der wichtigen Aufgaben unserer Wildtierstation. Eine schwierige Aufgabe ist jedoch die anschließende Vermittlung der Tiere in seriös geführte und von den zuständigen Behörden zur Aufnahme autorisierte zoologische Einrichtungen.

Luchs
Tierpfleger Stephan Bulk und Stationsleiter Dr. Florian Brandes bei der Verladung des Luchskaters.

Zu Beginn dieses Jahres konnten bereits beachtliche Vermittlungserfolge erzielt werden. Unter anderem fand ein Truthahngeier, dessen Heimat normalerweise Südamerika ist, eine neue Bleibe in einem Wildpark. Ebenso zwei Präriehunde, die nun ein ehemaliges Murmeltiergehege in einem Zoo bewohnen.
Aber wissenschaftlich geführte zoologische Einrichtungen mit guten Haltungsbedingungen haben keine unbegrenzten Aufnahmekapazitäten. Wir sind gefordert, ein Netzwerk weitreichender Kontakte auszubauen und zu pflegen, um immer wieder Pfleglinge abgeben und unterbringen zu können. Diese Kontakte bestehen inzwischen europaweit. So wird schon seit längerem sehr eng mit der gemeinnützigen Einrichtung „Stichting AAP” in Almere, Niederlande kooperiert, wenn es um die Unterbringung von Primaten geht. Stichting AAP ist auf den Aufbau von Gruppen artgleicher Affen spezialisiert. Für die seelische Gesundung von in Sozialverbänden lebenden Tieren ist dies eine besonders wichtige Maßnahme!
Auch dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Seychellen-Riesenschildkröte am Zoo Zürich konnten schon zwei Tiere beigesteuert werden. Diese kamen zuvor über eine Norddeutsche Zollstelle in die Station.
Unsere Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen ist kein Zoo, soll es auch nie werden. Also sind wir darauf angewiesen, immer und immer wieder neue Bleiben für unsere Pfleglinge aufzutun!

 
 
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